Heidelberg
Wer die „Pasta Bar“ betritt, fühlt sich freundlich empfangen von hellen Holzmöbeln, Natursteinwänden und modernem Großstadtstil. Auf den Tischen stehen fröhliche Basilikum- und Rosmarintöpfe zum Selbsternten – aber erstmal wird an der Theke bestellt. Wählen darf man zwischen allen möglichen Nudelsorten wie Spaghetti, Farfalle oder Rigatoni und sich dann eine Lieblingssoße dazu aussuchen – Bolognese, Caprese, Arrabbiata und so weiter. Dazu können Extras wie Schafskäse oder Putenfleisch und kühle Getränke geordert werden. Gemischte Salate bringen noch ein bisschen Farbe in die Glasvitrine.
Also, es wird bestellt, es wird bezahlt (pro Pastateller € 5.50) und dann heißt‘s: Bitte setzen – die Nudeln werden an den Tisch gebracht. Und wie! In schrägen, weißen Tellern, die an kugelige Sitzmöbel erinnern, darin: eine schöne Portion Pasta. In der Arrabbiatasoße tummeln sich Oliven- und Paprikastückchen, sie schmeckt leicht feurig und der extra bestellte Schafskäse rundet das Ganze gut ab. Auch die Rigatoni Caprese schmecken klassisch und einwandfrei. Zum Nachtisch nochmal an die Theke: Hier steht hausgemachter Milchreis neben frischem Obst in Mitnehmbechern, es liegen Donuts neben Croissants und Muffins – damit klärt sich auch, warum die Bar bereits um 9 Uhr morgens öffnet: Wer dann noch keine Nudeln mag, kann sich einen Kaffee genehmigen oder eben ein kleines Frühstück mitnehmen.
Der Milchreis (für € 1.50) schmeckt jedenfalls richtig gut, weich und sahnig. Satt und zufrieden erheben wir uns. Ups, ein klassischer Tomatenfleck bleibt auf dem hellen, unbehandelten Holz zurück. Tschuldigung! Aber eigentlich wünschen wir der Pasta Bar weiterhin viele Gäste und ja – damit auch noch so einige Tomatenflecken.
(MEIER 9/2011 – Text: Hannah Kurzenberger, Foto: Dietrich Bechtel)
Pasta Bar, Neugasse 21, Heidelberg-Altstadt, Mo bis Sa 9 – 22 Uhr




