Mannheim
Drinnen hat Fatih Etyemez, der zuvor in denselben Räumen das „Violette” leitete, fast alles neu gestaltet: Lila ist hier nichts mehr, stattdessen dominieren Braun- und Rottöne den großen Raum. Dieser füllt sich erst später, nachdem die Kuschelrock-CD gegen Club-Sounds ausgetauscht und das Licht gedimmt wird. Irgendwie ist es einfach noch nicht ganz so gemütlich wie im alten „Maison”. Die Wände sind noch leer, aber das will Fatih bald ändern und südländisches Flair zaubern. Genau das macht die Bedienung schon jetzt – die Dame, eindeutig als Spanierin zu identifizieren, hilft kompetent bei Entscheidungsschwierigkeiten der von Spanien, Portugal, den Karibikstaaten und Mittelamerika inspirierten kreolischen Küche. Ihr Tipp, Manchego Käse und Oliven (€ 6.20) als Appetizer, erweist sich als perfekter Start in den Abend kreolischer Lebensart.
Der Manchego-Käse ist aromatisch und die Oliven sind fein würzig. Auch unser Cocktail Red Dragon (€ 7.80) überzeugt mit einer fruchtigen Mischung aus Grand Marnier, Rum, Mangolikör und Fruchtsäften und passt zum vegetarischen Gemüse-Nuss-Teller (€ 9.20). Der ist exotischer als sein Name und besteht aus aromatischem Kokos-Limettenreis mit gebratenem, gut gewürztem Gemüse und knackigen Erdnüssen. Nur auf dem üppigen Beilagensalatteller ist neben Rot- und Weißkraut sowie Karottensalat leider kaum frischer Blattsalat zu finden. Das Hühnerpfännchen (Fajita de Pollo € 11.50) mit zartem Fleisch, würzigem Gemüse, feiner Guacamole und Knoblauch-Dip zaubert dafür gekonnt Mexiko herbei. Nach diesem Streifzug durch die karibischen Länder fehlt nur noch eins: Danach noch ein Tequila (€ 2.50) und schon fühlen wir uns wie im Urlaub.
(MEIER 11/2011 – Hanhah Kurzenberger)
Maison Creole, N 2.4, Mannheim, 0621 8624428, maison-creole.de, Mo bis Sa 10 – 23.30 Uhr




