Immer wieder musste die Veröffentlichung von „Cicada“, dem zweiten Album der New Yorker Band Hazmat Modine, verschoben werden. Ungewöhnlich genug, denn das Debüt „Bahamut“ erschien bereits im Frühjahr 2007, und zwischendurch tourte die Band um den Kunsterzieher und Bildenden Künstler Wade Schuman wann immer es dessen Zeit erlaubte. Da bleibt nicht viel Zeit, um ins Studio zu gehen, zumal, wenn man das ehrgeizige Ziel hat, mit der Gangbé Brass Band aus Benin, mit Natalie Merchant oder dem Kronos Quartet zusammen zu arbeiten und die Produktion einer CD als künstlerische Herausforderung begreift. Schließlich ist die uralt klingende Musik von „Cicada“ ein Produkt modernster Kommunikationsmittel: Produziert wurden die mitreißenden Sounds, die Blues-, Ska- und Soul-Nummern auf vier Kontinenten, die Gangbé Brass Band traf man in Tübingen auf der Bühne, das Kronos Quartet gar nicht face-to-face. Trotzdem ist „Cicada“ ein Album aus einem Guss und durch Field Recording auch ein Journal der Reisen zwischen 2007 und 2011. (JARO Medien) UK (5/2011)

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