Sänger Daniboi im MEIER-Exklusivinterview
Mit ihrer Single „Girls Beautiful“, die bei "Germany's Next Topmodel" läuft, sind sie mehr als rasant über die Grenzen des Deltas hinaus bekanntgeworden. MEIER hat mit Daniboi, dem Sänger der Jungs aus Mannheim, gesprochen und ihm Details aus dem Rockstarleben entlockt.
MEIER: Eure Single „Girls Beautiful" ist ja derzeit in aller Munde, denn man kann sie auf Pro 7 bei „Germany’s Next Topmodel“ hören. Euch kennen jetzt etwa zwei Millionen Menschen mehr, das ist ein guter Grund bei dem Format mitzumachen. Oder wolltet ihr nur Heidi Klum und all die anderen schönen Mädchen kennenlernen?
Daniboi: Heidi und ihre Topmodels sind ein schöner Anfang, aber wir wollen natürlich noch viel mehr schöne Mädchen mit unserer Musik erreichen. Unsere Konzerte hatten schon immer überdurchschnittlich hohen weiblichen Publikumsanteil, nur fair, dass sich unsere erste Single an diese zarten Geschöpfe richtet ...
MEIER: Euer Ruf hier im Delta beruhte ja immer auf Euren formidablen Konzerten, das heißt, ihr habt Euch eure Fans hart erspielt. Wie fühlt sich das an, wenn ein einziger Trailer an einem einzigen Donnerstagabend mehr Aufmerksamkeit generiert, als es zehn Jahre Dauertouren gekonnt hätten? Habt ihr schon einen Überblick darüber, inwieweit sich dadurch Eure Karriere verändert hat?
Daniboi: Erst einmal dankeschön, formidabel ist ein sehr schönes Wort. Ja, es ändert sich Einiges, das merkt man sehr schnell. Wir können auf eine fünfjährige Karriere als Bullmeister zurückblicken, in der wir Schritt für Schritt größer, besser und liebenswerter geworden sind. Pro 7 und Heidi haben sehr viel Tempo und Aufsehen in unseren Bandalltag gebracht. Gestern Mannheim, heute Berlin, morgen Paris, dazwischen am besten nochmal schnell ins Studio, ein paar Interviews geben und kurz durch den Äther, sodass grade noch Zeit bleibt für die Currywurst oder den Jägermeister am Kiosk. So ist das gerade, und es fühlt sich gut an. Und keine Angst: Formidable Konzerte abzuliefern war und wird auch immer elementarer Teil unserer Daseinsberechtigung sein. Wenn wir ab Mitte Mai auf Tour gehen, freuen wir uns auf unsere alten Fans, aber auch auf neues Publikum.
MEIER: Wie der Name (Germany's Next ...) schon sagt, gibt es irgendwann eine neue Staffel mit neuem Song. Wie wird das Leben nach Pro 7?
Daniboi: Viel wichtiger als ein Singlehit ist uns natürlich unser Album „too young to die old“, das im Juni bei Universal erscheint. Wir haben sehr viel Liebe, gute Zeiten und Emotionen in dieses Album gesteckt. Produziert und aufgenommen haben wir es in Berlin, Cannes und in Heidelberg, zusammen mit Brio Taliaferro, der unter anderem schon mit Künstlern wie Ladyhawke, Hurts oder den Sugababes gearbeitet hat. Da sind ganz neue Nummern drauf, wie „over under“ und „fight up till the end“, die Euch durch den heißen Sommer bringen werden, Nummern wie „hard guts“, die die Clubs zum Wummern bringen, aber auch Songs, die wir schon seit längerer Zeit mit uns tragen, Songs die unseren Fans schon ans Herz gewachsen sind.
MEIER: Wie seid Ihr denn zu Universal gekommen?
Daniboi: „too young to die old“, unsere Hymne für die Jugend und Ode an die Glückseligkeit, war ausschlaggebend und hat uns die Türen zur Plattenindustrie geöffnet.
MEIER: Ist der Universal-Deal deutschlandweit oder weltweit?
Daniboi: Wir haben einen weltweiten Vertrag inklusive Erd-Mond unterschrieben. 2020 werden wir das erste Konzert auf dem Mond geben, die Vorbereitungen laufen, Nasa und Esa sind bereit. Vorverkauf ab 2017 unter anderem im MEIER. Wir erwarten etwa eine halbe Million Menschen. Im Ernst: Das Album wird nach und nach in verschiedenen europäischen Ländern released, die USA heben wir uns bis zum Schluss auf. Vielleicht fragen wir aber auch Rammstein, ob sie uns mit auf USA-Tour nehmen, wir sind ja vom Wesen her auch eher zähe Draufgänger mit weichem Kern und stehen auf Feuer.
Interview: Johannes Thiedig (MEIER 5/2011)




