Ziemlich viel Zeit gelassen haben sich Markus Binder und Hans-Peter Falkner für ihr neues, mittlerweile siebtes Album „Flux“. Immerhin erschien „Dog“ bereits 2005, die „Dog Remixes“ im Jahr darauf. „Flux“, das klingt nach „Flow“, nach Hip Hop und Rap - und riecht natürlich nach „Fluxus“, nach Performance-Kunst vom Feinsten. Einst angetreten, um mit Akkordeon, Schlagzeug und Punk-Energie die Volksmusik mit „Turbopolka und Speedlandler“ (Attwenger) vom Kopf auf die Füße zu stellen, haben die beiden Linzer längst einen erstaunlichen Attwenger-Kosmos ausgeschritten, in dem musikalisch für Drum'n'Bass, Dub, Hip Hop, Techno, Trance, Fred Frith und das Boban Markovich Orchestar Platz war. Dazu ganz erstaunliche Mundart-Texte, die nicht nur pfiffig und politisch aufmerksam und unmissverständlich sind, sondern auch unvergleichlich rasant und hier gerne zweisprachig grooven. „Verbalisierung des Sounds, Rhythmisierung des Denkens“, sagt die Band dazu. Musikalisch lässt man viel frische Luft in den Fluss, spielt mit überraschend unhermetischen Pop-Zitaten, Blues, „Kantri“ (Songtitel) und Rock'n'Roll. Kraftvoll produziert hat Sofa Surfer Wolfgang Schlögl: „I bin ka trottl ned / I find nur die aundan bled / Mia san super hawara / wie findsdn du die araba.“ (Aus: „Mief“) (Trikont/Indigo) UK (5/2011)

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