Besser noch: wieder mal da, die Band, die zwischen 1976 und 1980 quasi im Alleingang dafür sorgte, Art-Rock und Punk als New Wave zu versöhnen und dabei die Ecken und Kanten schliff, bis „154“ verdächtig nach Beatles klang, hätten die sich je für Konstruktivismus interessiert. Nach 1980 kam es immer mal wieder zu Comebacks, die je nach Zeitgeist dankbar oder ignorant aufgenommen wurden. Heute, 30 Jahre nach dem ersten Split und im direkten Vergleich mit Gang of Four, klingen Wire poppiger denn je. Wo bei Gang of Four Riff und Beat regieren, plädieren Wire für Melodie und Fläche. Auch nicht verkehrt. Gutes Album, bei dem sich die Ü40-Generation zuhause fühlen dürfte. Aber auch jüngere Gäste sind stets willkommen. Ältere Hörer wählen als Einstieg „Please Take“, jüngere switchen bitte gleich zu „Moreover“! Danke! (Pink Flag/Cargo Records) UK (2/2011)





Wer redet denn heute noch von den Gang of Four, Wire war in den 70ern um Klassen besser, heute erinnere ich mich kaum mehr an die Gang. Wire höre ich immer noch gerne