Vor neun Jahren strandete der Hamburger Jung in Mannheim. Seitdem serviert Monophonic frische Tracks und guten alten Scheiß auf den Tanzfluren des Deltas. Dabei kann das Nordlicht als gelungenes Integrationsbeispiel gelten, denn schließlich nennt man nicht einfach so sein drittes Album nach einem Mannheimer Quadrat: „M4“. Musikalisch steht Monophonic für die friedliche Koexistenz von bodenständigen Hip-Hop-Breaks und grundsoliden Samples mit popaffinen Vocals. Die Breaks atmen die Luft der 80er und werden von Gästen wie DJ Huckspin gescratcht. Die Vocals haben die Bekanntschaft mit loungigem Nu Jazz gemacht. Dafür steht die Stimme von Nadine Demetrio ebenso wie das Stimmchen der Soul- und Jazz-Diva Alice Russel. Bei den Tracks mit LaMeduza kommt auch der Faible des Produzenten für Electro und technoidere Sounds zum Vorschein. So kann man sich kleine weiße Knöpfe ins Ohr stecken und mit „M4“ einen Spaziergang durch die Stadt wagen. (Phazzadelic) Resa (MEIER 1/2011)




