Die Popband, die Human League schon nach zwei Elektronik-Alben wurde, scheint aus heutiger Sicht bedeutsamer zu sein, als die linken Spielverderber, die einst Heaven 17 gründeten. Im Lauf der Jahrzehnte kamen Phil Oakey & Co. immer wieder zurück, ruhten sich nicht auf den alten Hits wie „Don't You Want Me“ oder „Mirror Man“ aus, vermieden Oldie-Nächte und auch die „Night of the Proms“. So kann man in Würde altern, auch wenn es mal kreativ gerade hapert. Auf „Credo“ entdecken The Human League, was sie als Zeitgenossen verpennt haben: Euro Dance. Die Sounds sind bewusst altmodisch, die umwerfenden Ideen eher rar. „Egomaniac“ oder „Breaking the Chains“ sind wohl eher Stoff fürs Formatradio als für die „Night People“. Egal! Warten wir halt aufs nächste Comeback. (Wall of Sound/PIAS) UK (MEIER 3/2011)

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