Musik soll Spaß machen. Traurig darf sie bisweilen auch sein. Und aus dem Leben erzählen soll sie. Nach diesen Maximen macht Maike Rosa Vogel Musik. Auch auf ihrem zweiten Album „Unvollkommen“ verschreibt sich die Absolventin der Popakademie Mannheim ihren Leitsätzen. Im Vergleich zum Debüt „Golden“, das im Elektro-Folk-Gewand daherkam, verzichtet die in Berlin wohnhafte Songwriterin jetzt größtenteils auf elektronische Versetzungen. Vor einem eher minimalistischen Hintergrund von akustischer Gitarre, Piano und Percussions dominieren die Texte poetisch, wenn auch etwas holprig. Kitschig-naiv, wie in „Meine Haut“, oder sozialkritisch wie in „Faule Menschen". Mal melancholisch, mal hoffnungsfroh. Texte als Ventil für all die Themen, die Vogel in ihrem eigenen Leben beschäftigen. Und die einem selbst seltsam bekannt vorkommen. (Rough Trade) FR (MEIER 3/2011)

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