Manchmal schreibt Brian Eno ja auch richtige Songs. Aber sein eigentliches Interesse gilt den Möglichkeiten neuer Technologien, die ein Zufallsprinzip bei der Klang- und/oder Bilderzeugung erlauben. „Small Craft On A Milk Sea“ ist das Resultat solch generativer Programme, die jenseits traditioneller Songwriting-Techniken funktionieren. Hier wurden einzelne Akkorde aufgeschrieben, mit Taktlängen versehen und dann durcheinandergewürfelt. Das Ergebnis wurde am Computer nachbearbeitet, bis einzelne Tracks entstanden. Die dann allerdings wieder wie Ambient-Soundscapes oder Downtempo-Techno klingen: dunkel und seltsam ungreifbar. Womit sich der Kreis zu klassischen Eno-Alben wie „Apollo“ schließt. (Warp/Rough Trade) UK (MEIER 11/2010)

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