Seit einigen Jahren schon versorgen wildwüchsige Bands wie die Fleet Foxes oder die Dodos die Welt mit verquerer und wunderbarer Musik. „New weird folk“ könnte man das nennen und nun hat das mit den Local Natives eine neue Blüte getrieben. Diese fünf Kalifornier ernten einmal quer durch den Garten der Musikgeschichte, pflücken hier die göttlichen Harmoniearrangements eines Brian Wilson, dort die Gesangskünste von Simon & Garfunkel und arrangieren diese zu einem feinen, modern-psychedelischen Bouquet. Das klingt dann wie bei „Wide eyes“ mal atmosphärisch-fließend, bei „Camera talk“ unverblümt auf die Indie-Disko schielend und manchmal, als ob die Herren zu viel im Kräutergarten genascht hätten. (PIAS) CH (MEIER 3/2010)




