Eine Produktion bei Moses Schneider erweist sich nicht bei jeder Band als Frischzellenkur, doch bei der neuen Fehlfarben-LP machte sich das Live-im-Studio-Verfahren bezahlt. Klangen die ersten Alben nach der 2002er Reunion oft überladen, so entwickeln hier die Gitarren- und Bassparts eine Schärfe, die an die Frühwerke der Düsseldorfer Altpunks erinnert. Die wieder gewonnene Prägnanz findet jedoch in Peter Heins pathetisch vorgetragenen Texten - ob er frischgebackene Eigenheimbesitzer verspottet oder sich über Facebook-Freundschaften empört - nicht immer ihre Entsprechung. Dafür glückte dem Sextett mit „Respekt?“ das beste Instrumental seiner Bandgeschichte. (Indigo) MVS (MEIER 3/2010)

 

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