Für Elvis und die SPD
Was als amüsantes Coverphänomen von Pop-, Hip Hop- und Rocksongs im Countrygewand begann, hat sich mittlerweile zu einer eigenen Identität entwickelt. Die Berliner Großstadtcowboys The Boss Hoss haben seit 2005 vier Alben veröffentlicht, Nummer fünf folgt in diesem Frühjahr. MEIER sprach mit Guss Brooks über ihre neue Liebe zum Rock’n’Roll, Elvis Presley und die SPD.
Meier: Wie geht’s dir?
Guss Brooks: Super, danke. Ich bin gerade zu Hause im verschneiten Berlin und habe frei.
Meier: Ihr seid große Elvis Fans, hattet bisher auf jedem Album ein Elvis-Cover. Heute wäre er 75 Jahre alt geworden. Was fasziniert euch so an ihm?
guss brooks: Da gibt es ja wohl nichts zu diskutieren. Elvis ist Gott (lacht)! Das ist das Einzige, was ich dazu zu sagen habe.
Meier: Auf eurem vierten Album „Do or Die“ gibt es nur noch drei Cover-Songs, und auch euer Stil ist viel rockiger geworden. War das eine bewusste Entscheidung oder wollte das Material in die Richtung?
Brooks: Die Entscheidung war natürlich bewusst gewählt. Als Musiker willst du irgendwann auch als eigenständige Sache wahrgenommen werden und nicht immer nur als Cowboy-Fasching-Cover Band. Dass sich dabei auch der Sound verändert hat, liegt wohl daran, dass wir auch da einfach Bock auf eine Veränderung hatten.
Meier: Ihr habt euch im letzten Wahlkampf für die SPD eingesetzt. Wie wichtig sind euch solche Stellungnahmen?
Brooks: Die sind natürlich sehr wichtig. Gerade wenn man in der Öffentlichkeit steht, sollte man seinen Einfluss nutzen, um auf Dinge aufmerksam zu machen und den Menschen den einen oder anderen Denkanstoß zu geben.
Meier: Und welcher war das in dem Fall?
Brooks: (lacht) Muss ich dazu jetzt was sagen?
Meier: Dann anders gefragt - Warum die SPD?
Brooks: Weil’s natürlich der coolere Kandidat war (lacht wieder)! Im Ernst: Wir wollten uns natürlich für die sozialen Belange in diesem Land einsetzen und die stellt die SPD nun mal mehr in den Vordergrund als die eine oder andere Partei. Das hat zwar alles nicht so ganz hingehauen, wie wir uns das vorgestellt haben, aber na gut. Wir sind halt immer für die Underdogs!
Meier: Anderes Thema - Ihr habt im letzten Jahr an der neuen Platte von Gunter Gabriel mitgewirkt. Wie kam das zustande?
Brooks: Gunter hat Leute gesucht, die mit ihm was machen möchten, und wir hatten da selbstverständlich Bock drauf! Natürlich wollte er unbedingt etwas auf Deutsch machen, was wiederum nicht so ganz zu uns gepasst hätte. Deshalb haben wir uns für den Song „Heroe“ von David Bowie entschieden – da konnten wir den Englischen und Gunter den Deutschen Part machen. Und das ist wirklich ganz hervorragend geworden!
Meier: Und da das neue Jahr noch recht frisch ist zu guter Letzt die Frage - Was wünscht ihr euch für 2010?
Brooks: Ähhh (überlegt), auf jeden Fall erstmal Glück und Gesundheit und natürlich Erfolg!!!
Interview: Stephie Johne (Meier 2/2010)






