Der aus Sardinien stammende Trompeter Paolo Fresu macht seit Jahren durch ungewöhnliche und ungewöhnlich vielseitige Projekte von sich reden. Mal widmet er sich der archaischen Folklore seiner Heimat, mal begeistert er mit einer Duo-Einspielung an der Seite des Gitarristen Ralph Towner, mal beschäftigt er sich mit elektronischen Klangerweiterungen. Auf zwei randvollen CDs bilanziert er jetzt seine Jahre beim legendären „Blue Note“-Label. „Kosmopolites“ lautet entsprechend der Titel des ersten Tracks der Doppel-CD, die Aufnahmen aus drei Arbeitszusammenhängen versammelt: das Paolo Fresu 5tet, das Devil Quartet und die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Uri Caine, mal im Duo, mal in größeren Ensembles. Verbeugungen vor Fellini und Miles Davis finden sich ebenso wie Bearbeitungen von Kompositionen Monteverdis und Händels. Doch so unterschiedlich die Projekte auch sein mögen: Der technisch perfekte Ton Paolo Fresus bleibt stets unverkennbar und reizvoll. (Blue Note) UK (MEIER 12/2010)

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