Nachdem sie die letzten beiden Alben ihren Eltern widmete, vervollständigt Mathangi „Maya“ Arulpragasam mit „Maya“ nun den phonetischen Familienstammbaum. Musikalisch gewohnt experimentell, beweist die aus Sri Lanka stammende Musikerin hier mit kritischen Texten, dass sie Konzernen und Regierungen nicht traut. Egal was man von M.I.A.s aktionistischen PR-Methoden und ihrer fast schon aufdringlichen politischen Anteilnahme halten mag: Es ist interessant zu sehen, dass es immer wieder Künstler gibt, die trotz enger Lieb- und Bekanntschaften mit dem Musikbusiness ihr Underdog-Image tapfer beibehalten. Das neue Album ist stellenweise exzellent. Ein Song wie die Hitsingle „XXXO“ wirkt da vergleichsweise belanglos, aber auf jeden Fall stimulierend. Nachdem man sich in die Ordnung der 12  Tracks eingefunden hat, stößt man auf knallbunte, aber auch düstere Soundcollagen. Wie es der Titel verspricht, hört man hier 100 Prozent Maya. Kein Jay, kein Kanye, kein anderer Produzent war hier aktiv. SBR (MEIER 8/2010)

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