Nachtaktive Kunst- und Kreativregion
Trotz Regen über 20.000 Besucher bei der 14. MEIER Lange Nacht der Museen am 21. April 2012
Trotz regnerischen Aprilwetters zog die MEIER Lange Nacht der Museen am Samstag über 20.000 Kunst- und Kulturfans aus der ganzen Metropolregion magisch an. Über 92 Museen, Galerien und eigens für diese Nacht inszenierte Orte in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg waren bis 2 Uhr morgens geöffnet. Über 1.000 Kreative präsentierten Ausstellungen, Installationen, Live-Performances und Live-Konzerte – und Museumsmacher, Galeristen und Künstler zeigten sich glücklich über die enorme positive Resonanz.
Als Besuchermagnete erwiesen sich einmal mehr die Sonderschauen in den großen Museen Kunsthalle, Technoseum und rem in Mannheim, im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg und im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum.
In der Kunsthalle Mannheim gaben sich mehrere tausend Besucher der „Augapfelmassage“ der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist hin.
Das Museum Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen konnte sich unter anderem vor dem Ansturm auf die „Schädelkult“-Ausstellung kaum retten, und bis 2 Uhr morgens durfte sich Direktor Dr. Michael Tellenbach auch über viele junge Besucher freuen, die mit der Live-Band Mumuvitch Disko Orkestar feierten, als ob es kein Morgen gäbe.
Das Mannheimer Technoseum verzeichnete großes Interesse an der Sonderausstellung „Unser täglich Brot… Die Industrialisierung der Ernährung“ und das Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum beeindruckte mit der Sonderschau „Hackordnung #3 – Sounds & Silence“ und einer Ausstellung des Malers Gustav Kluge.
Ausstellungen, Gespräche, Musik und Tanz im Kurpfälzischen Museum drehten sich dieses Jahr um das Thema „Kelten am Fluss – Handel und Verkehr am Unteren Neckar“ und Direktor Dr. Frieder Hepp konnte sich darüber freuen, mit diesem Angebot noch mehr Publikum als im Vorjahr für sein Haus begeistern zu können.
Auf riesiges Besucherinteresse stieß die Öffnung der Mannheimer Konversionsfläche Turley Barracks. Rund 8.000 Nachtschwärmer erlebten eine Ausstellung zur Geschichte der Kaserne, Videoinstallationen mit Zeitzeugen wie Joy Fleming und Charlie Graf – und eine eindrucksvolle Lichtinszenierung des Geländes lud die Besucher zum Träumen und Visionieren ein, wie das Gelände in Zukunft genutzt werden könnte. In Zusammenarbeit mit den Veranstaltern von „Mitten in der Nacht“ machten bis 2 Uhr morgens die DJs Spy und First Touch mit Rock’n’Roll und Disco-Sound das ehemalige Casino zum Club und rockten eine ausgelassene Party.
Nicht nur viele Ludwigshafener, sondern auch weit über 1.000 Musikfans aus Mannheim, Heidelberg, der Region und pilgerten zum exklusiven Auftritt des Sängers Rino Galiano in der Ludwigshafener Staatsphilharmonie. Zusammen mit dem Söhne Mannheims-Gitarristen Andreas Bayless interpretierte der gebürtige Ludwigshafener Pop-Klassiker mit seiner eindrucksvollen Stimme, die ihn in der Casting-Show Voice of Germany in ganz Deutschland bekannt werden ließ. Auch sein Voice-of-Germany-Kollege Rüdiger Skoczowsky sorgte in der Philharmonie, die bis früh morgens bei jedem einzelnen Set bis auf den letzten Platz gefüllt war, für Gänsehautschauer. Unterstützt vom Ludwigshafener Fachbereich Kultur, überraschte der renommierte Multimediakünstler Benjamin Jantzen vor der Philharmonie mit einer Lichtinstallation, die mit frühlingshaft floralen Motiven auf den frisch eröffneten Hackgarten vor dem Wilhelm-Hack-Museum Bezug nahm.
Erstmals präsentierte sich die immer aktivere Kreativwirtschaft der Städte Heidelberg und Mannheim mit einer eigenen Sonderschau. Die Premiere der Ausstellung „Formschau“ mit Design aus der Metropolregion zog ein großes, vor allem junges Publikum an und präsentierte unter anderem in der HebelHalle das enorme Potenzial regionaler Designer, Grafiker und Agenturen.
Vor allem neue Stationen wie die Breidenbach Studios waren sehr gut besucht, außerdem das neu eröffnete Heidelberger Stuhlmuseum und die Kunst/Halle, wo provokative Bilder des Foto-Bloggers und Szene-Fotografen Oliver Rath für Aufsehen sorgten.
Äußerst lebhaft ging es auch im Mannheimer Szeneviertel Jungbusch zu, wo die Popakademie mit Live-Bands sich ebenso über ein volles Haus freuen durfte, wie die Galerien Stoffwechsel und Laboratorio17 oder die Buschgalerie. In den Quadraten zählten Galerien wie Art Monkeys im Lauf der Nacht über 1.000 Besucher und im Torso Shop in R6 herrschte mit Kreationen des hippen Designer-Trios eBoy urbanes Hauptstadt-Feeling.
Schließlich lockten auch die Klassiker, die nur in der Langen Nacht geöffnet sind einmal mehr ein fasziniertes Publikum an: Der Mannheimer Wasserturm mit einem spektakulären Live-Auftritt der Band MBWTEYP oder der Ochsenpferchbunker mit einer historischen Ausstellung des Stadtarchivs.
Einmal mehr genossen die Besucher den Service, mit dem Lange Nacht-Ticket schnell und reibungslos von Station zu Station pendeln zu können. S-Bahnen, Regionalzüge und Busse der RNV und anderer Verkehrsbetriebe fuhren in einem dichten Takt und bis in den frühen Morgen transportierten Sonderzüge und Busse die Nachtschwärmer wieder sicher zurück in über 100 Städte und Gemeinden des Rhein-Neckar-Deltas.
Infos für Sponsoren
Die MEIER Lange Nacht der Museen ist das größte Kulturevent im Rhein-Neckar-Delta und bietet hervorragende Möglichkeiten, sich einem breitgefächerten Publikum zu präsentieren. //
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