Lesen Sie hier die neuesten Bücherempfehlungen und -kritiken der MEIER Redaktion.
Der Name Chuck Palahniuk wird zwar nicht jedem ein Begriff sein, der Titel seines bekanntesten Werks dafür jedoch umso mehr: Mit "Fight Club" und der gleichnamigen Verfilmung wurde der Autor über Nacht berühmt und zum Kultautor. Seither ist eine ganze Reihe von Publikationen erschienen, die alle ein bisschen wie "Fight Club" funktionieren: skurill-absurde Geschichte mit überraschenden Wendungen, die in einem bestimmtes Milieu der amerikanischen Gesellschaft spielen, das seziert, entblößt und entlarvt wird. Auch "Bonsai" passt in diese Reihe, der gesellschaftskritisch sezierende Blick wird hier sogar noch verschärft. Die Geschichte wird aus der Perspektive von "Bonsai" erzählt. Das ist... mehr
Charkiw ist eine Metropole im Osten der Ukraine. Für westliche Leser eine unbekannte Welt. Basis einer starken kommunistischen Partei, die sich traditionell mehr Russland als dem Rest von Europa verbunden fühlt. Vielleicht bekannt für die futuristisch marode Großindustrie. Bollwerk gegen die "orangene Revolution", die dem riesigen Land einen Demokratisierungsprozess bringen wollte. Eine Region zwischen postsowjetischer Tristesse und Aufbruch nach Konsumistan. Also eine Oase für Helden des Alltags auf ihren abenteuerlichen Reisen zum Glück. Und das ist hier gleichbedeutend mit erfolgreich "Business" machen. In diesem Panoptikum siedelt der Schriftsteller Serhij Zhadan seine Figuren an.... mehr
Was ist die Liebe? Ein Haus, wie Sonja einmal sagt, das man sich gemeinsam einrichtet? Oder wie Alex meint, ein Ikea-Regal, unvollkommen, mit fehlenden Schrauben? Sonja und Alex sind ein Paar, und alles könnte bestens sein. Doch bereits als sie sich kennen lernen, trifft Alex Iwona. Sie ist ganz anders als die selbstbewusste und attraktive Sonja, spröde und unscheinbar. Alex mag Iwona nicht einmal, doch er fühlt sich zu ihr hingezogen. Sie wird zur Obsession, aber getrieben von der Sehnsucht nach Leben und Liebe ist Alex im Grunde beziehungsunfähig. Als Iwona das Kind von ihm erwartet, das Sonja sich wünscht, kommt es zu einer überraschenden Entscheidung. Aber dann, mehr sei nicht verraten,... mehr
Mit einem Referat fängt alles an. Lou Bertignac, 13 Jahre, hochbegabt mit einem IQ von 160, hat zwei Klassen übersprungen und ist 30 Zentimeter kleiner als ihre Mitschüler. Lou soll ein Referat über ein selbstgewähltes Thema halten. Allerdings hat sie Angst, vor und überhaupt mit Leuten zu sprechen. Unter dem strengen Blick ihres Lehrers stottert sie, sie wolle über Obdachlose in Paris schreiben. Über Frauen, die auf der Straße leben, und eine junge Stadtstreicherin interviewen. Ein sehr gutes, sehr aktuelles Thema. Nur kennt die behütete Lou weder Obdachlose noch junge Frauen, die auf der Straße leben. Da lernt sie No kennen. No ist 18 hat eine zerrüttete Kindheit hinter sich und lebt auf... mehr
William Heller, auch Lowboy genannt, ist gerade aus der Psychiatrie geflohen. Dort hat er 18 Monate verbracht. Jetzt irrt er durch die New Yorker U-Bahn, klettert in die Lüftungsschächte und schaut von unten zum Leben hinauf. Er ist davon besessen, die Welt, die er wegen Erdüberhitzung kurz vor ihrem Ende wähnt, zu retten. Zur Unterstützung seiner Mission hat der 16-Jährige seine Freundin Emily, die er vor eineinhalb Jahren vor eine U-Bahn schubste, vor der Schule abgefangen. John Wray, der 38-jährige US-amerikanische Autor, von dem bereits "Die rechte Hand des Schlafes" auf Deutsch erschienen ist, beschreibt Lowboys Welt als abstruses Universum, das allein aus Chiffren, Codes und... mehr
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