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Mord im Orient-Express

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Red Bull Flying Bach

 

In der Show „Red Bull Flying Bach“ finden sich Breakdance und Bach seit fünf Jahren erfolgreich. Im Herbst kommt die Show in die Region, Termine stehen in Mannheim und Wiesbaden an. Wie cool Klassik auch für Jugendliche sein kann, haben vier der Tänzer im Interview verraten.

Für Niranh Chantabouasy aka Lil Rock begann die Breakdance-Karriere Anfang der 1990er auf den Straßen Heidelbergs. Damals verdiente er noch mit kleinen Straßenshows sein erstes Geld, heute steht der 34-Jährige mit der Show „Red Bull Flying Bach“ auf den Bühnen der Welt. Zusammen mit seinen Crew-Mitgliedern Khaled Chaabi aka KC-1, Michael Rosemann aka Mikel und Uwe Donaubauer spricht er vor dem Mannheimer Wasserturm über seine Heimatstadt, die Show und ihr Verhältnis zur klassischen Musik.

Du stammst aus Heidelberg, nun bereist Du in Zusammenhang mit der Show „Red Bull Flying Bach“ die ganze Welt. Was verbindet Dich noch mit Deiner Heimat?

Ich habe noch Familie und Freunde dort, viele Erinnerungen. Wenn ich Zeit finde, schaue ich natürlich vorbei, um die alten Leute wiederzusehen. Es ist immer wieder schön, vor allem wenn man durch die Stadt läuft und die ganzen Erinnerungen hochkommen, jede Gasse, jede Straße hat ihre Geschichte. Dort habe ich mit dem Tanzen angefangen und mit Straßenshows meine erste Mark verdient.

Also liegen in Heidelberg auch die Wurzeln Deiner Breakdance-Leidenschaft?

Ja genau, 1992 habe ich angefangen. Meine Gruppe in Heidelberg hieß damals noch „Point Blank Breakers“, später dann „Southside Rockers“. Da ging es jedes Wochenende zu einem Battle oder Jam, immer wieder kam es auch zu Battles zwischen Mannheim und Heidelberg. Die „Flying Steps“ kannte ich schon ziemlich lange aus der Szene. Wir waren auf den gleichen Battles und Jams. 2005 haben sie mich dann gefragt, ob ich Bock habe, bei ihnen mitzumachen - und das hatte ich.

Ihr tanzt Breakdance zu klassischer Musik. Hört Ihr auch abseits der Show Klassik?

(Lachen)

Mikel: Nicht wirklich. Also ich hab auf jeden Fall den Klassiksender bei mir im Auto eingespeichert, aber ich bin kein wirklicher Klassik-Fanatiker oder könnte sagen, was genau ich da höre. Ich bin aber durch die Show auf jeden Fall viel interessierter geworden.

Khaled Chaabi: Das Schöne ist, dass man nun, da wir mit Bachs Musik gearbeitet haben wissen, wie man die Musik hören muss und umsetzen kann. Das sind Erfahrungen für alle Bereiche, die wir in Zusammenhang mit der klassischen Musik gesammelt haben.

Wenn nicht die Liebe zur Klassik, was hat Euch dann zu der Show motiviert?

Mikel: Die „Flying Steps“ sind schon immer bekannt dafür, dass sie außergewöhnliche Shows machen, normale Breakdanceshows waren irgendwie nie genug für uns, wir wollten immer eins drauf setzen und das Publikum überraschen. Irgendwann kam Vartan Bassil, der Gründer der „Flying Steps“, auf die Idee, mal was zu klassischer Musik auszuprobieren. Wir waren ganz offen dafür, wobei niemand genau wusste, wie man da am besten ansetzt. Also haben wir uns umgesehen, wer im Klassikbereich bereits ein paar verrückte Projekte auf die Beine gestellt hat. So sind wir auf Christoph Hagel (Opernregisseur mit einem Faible für außergewöhnliche Spielorte, Anm. d. Red.) gekommen, mit dem wir unsere Show dann auf die Beine gestellt haben.

Erinnert Ihr Euch daran, als Ihr zum ersten Mal zu klassischer Musik getanzt habt? Was war das für ein Gefühl?

Uwe Donaubauer: Ja am Anfang war es auf jeden Fall komisch, weil das einfach komplett was Neues war. Wir kommen ja eher aus dem Funk Bereich mit Beats, in Richtung James Brown. Da war es erstmal ungewohnt auf diese Rhythmik zu tanzen, mal langsam, mal schnell. Vom Breaken her kannte man immer nur diese harten Beats und Bach mit seiner Schärfe ist da eine komplett neue Herausforderung. „Das Wohltemperierte Klavier“ drückt in seinen verschiedenen Stimmen alles so präzise aus. Jede Stimme hat ihre eigene Energie und die gilt es für uns zu filtern und darzustellen.

Wie steht es um Eure „Street Credibility“? Was sagt die Breakdance-Szene dazu, dass Ihr zu klassischer Musik tanzt?

Mikel: Also was ich so an Feedback bekomme von der Szene ist größtenteils positiv. Wir bekommen auch mit, dass Leute sich davon inspirieren lassen und auch in diese Richtung gehen, was uns ja zeigt, das wir auf jeden Fall das Richtige getan haben. An dem Erfolg, den wir jetzt schon seit fünf Jahren haben, kann man schon ganz klar sagen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Einmal zeigen wir dem klassischen Bereich, wie schön eigentlich die Hip-Hop-Kultur ist und umgekehrt den Jugendlichen, die aus der Hip-Hop-Szene kommen, vermitteln wir, wie cool eigentlich Klassik sein kann. Diese Verbindung funktioniert, denke ich, sehr gut. Aber natürlich gibt es auch Leute, die uns kritisieren. Aber ohne die wär es auch nicht schön.

Das Gespräch führte Celina Sturm

frisch im Kino

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