Auf den Spuren der Ureinwohner „Maori“, heiße Quellen zum Relaxen und raften des höchsten kommerziellen Wasserfalls der Welt

Wildwasserraften

Wildwasserraften - 7m Wasserfall

Reiseroute

Cathedral Cove

Hahei zu Cathedral Cove

Hahei Beach

Rotorua - kochendes Wasser - Maoridorf

Rotorua - kochendes Wasser - Maoridorf

Rotorua Geysire

Rotorua heißer, dampfender See

Mud Pool

Whakahoro National Park

Whakahoro National Park

Wintereinbruch

Tongariro Crossing
Früh am Morgen starten wir unsere Entdeckungsreise der Nordinsel Neuseelands. Unsere Gruppe besteht aus zwei Engländern, zwei Chinesen, zwei Deutschen, einer Italienerin, dem Guide Alibarbar und uns.
Unser erstes Ziel ist die Cathedral Cove in Hahei. Die Cathedral Cove wird oft repräsentativ für Neuseeland in Borschüren abgebildet. Der 40 Minuten Track führt nicht nur am Ende zu einem wunderschönen Strand mit Wasserfall, sondern bietet schon auf dem Weg unschlagbar schöne kleine Buchten mit klarem Wasser und eine atemberaubende Aussicht auf vorgelagerte Inseln und das Meer. Eigentlich ist es verboten bei der Cathedral Cove durch die Höhle zu laufen, sie ist einsturzgefährdet. Trotzdem lockt die Neugier uns auf die andere Seite. Wasser tropft von der Decke und so instabil sieht sie eigentlich gar nicht aus. Ein wirklich zauberhaftes Stück Neuseelands. Im Anschluss gehen wir an den Hot Water Beach. Das Prinzip ist simpel. Man laufe so lange am Strand entlang bis der Sand heiß wird. Wir haben hier ca. 10 - 15°C, der Wärmeunterschied ist also deutlich spürbar. Wir greifen zur Schaufel und graben uns einen Pool im Sand, der sich automatisch mit heißem Wasser füllt, danach legen wir uns rein. Hier hätte jetzt nur noch ein Bier gefehlt. Alibarbar erzählt, dass wir Deutschen erfahrungsgemäß besonders empfindlich reagieren, falls eine andere Person in unseren Pool springen sollte. Nur um dieses Vorurteil zu bestätigen graben wir - also genau genommen ich schaufel und Eileen liegt im Pool - einen extra Schutzwall um unseren Pool. Aber unsere territorialen Instinkte reichen nicht an die der Engländer deren Schutzwall doppelt so groß ist und die zusätzlich auf ihrem Schutzwall eine Flagge hissen.
Am nächsten Tag fahren wir nach Rotorua. Wir streifen die Coromandel Küste und stoppen in einem Maoridorf, welches sich in Rotorua befindet. Wie in der Broschüre der Tour angepriesen, gibt es in Rotorua den Gestank nach faulen Eiern kostenlos dazu. Es ist sicherlich schwer vorzustellen denn hier steigt schwefeliger Dampf zwischen Steinen, Büschen und Häusern auf. Am stärksten sieht man dies im Maoridorf. Dort entdeckt man natürliche Pools gefüllt mit kochendem Wasser, heißen Boden, heiße Quellen und Geysire die Meter hoch Wasser spucken. Unser Mittagessen ist ein Hangi. Ein traditionelles Hangi kennen wir schon von den Cook Islands. Hier wird es aber nicht mit heißen Steinen und Erde zubereitet, sondern mit dem Dampf der thermalen Aktivitäten. Unser Einblick in die Maorikultur schließt mit einer Führung durch das Dorf und einer kleinen Show ab. Je näher sich der Uhrzeiger auf die zwei Uhr zubewegt, desto aufgeregter bin ich. Um zwei Uhr geht es zum Wildwasserraften und vor uns liegt der größte kommerzielle Wasserfall der Welt mit sieben Metern. Nachdem wir uns in die Raftinganzüge gezwängt haben geht es los. Stromschnellen und immer höher werdende Wasserfälle bereiten uns auf die sieben Meter vor. Und dann kommen sie. Mit gewaltiger Kraft schiebt sich das Wasser über die Steine. Wir stoppen das Boot an einem Felsvorsprung und gehen nochmal die Verhaltensweisen durch, falls das Boot kentert. Fast gemütlich schiebt sich das Boot mit dem Wasserfall nach unten und taucht uns kurzzeitig komplett ins Wasser. Das Boot floppt wieder an die Wasseroberfläche und schon reist uns der Fluss weiter. WOW wir haben es geschafft!
Unsere Reise geht weiter Richtung Taupo. Auf dem Weg gehen wir im Natural Hot River schwimmen, sehen die Huka Wasserfälle und die faszinierenden Mud Pools. Hier ist der Schlamm so heiß, dass er mit Druck in die Luft geschleudert wird. Wir fahren um den See Lake Taupo. Unser Ziel ist die in der Wildnis gelegene Blue Duck Lodge (5.000 ha groß). Eigentlich fährt man die letzten acht Kilometer mit dem Kajak. Leider spielt das Wetter nicht mit. Es regnet in Strömen und die ausgebauten Straßen haben wir längst verlassen. Wir steigen auf Allradfahrzeuge um, die kein Dach haben. Zuvor haben wir noch Wetterausrüstung erhalten. Jetzt fliegt uns nicht nur regen sondern auch aufgewühlter Matsch um die Ohren, den die Räder der Allradwagen aufschleudern. Wir fahren durch den National Park und sehen uns um. Plötzlich die ernsthafte Frage ob wir 100 Meter in einer Schlucht Kajaken gehen wollen? Eigentlich bin ich eher abgeneigt, aber die Engländer haben wohl ja gesagt. Was Engländer können, können wir auch. Auf geht es zum Kajaken, nass sind wir sowieso. Auf dem Rückweg sehen wir ein verletztes Mutterschaf. Es liegt im Sterben und lässt zwei Lämmer zurück. Lämmer fangen – warum eigentlich nicht. Wir klettern über den Stacheldrahtzaun und fangen die zwei Lämmer. Während der Fahrt liegen die Lämmer in unseren Armen und nach Ankunft füttern wir sie mit warmer Milch.
Das nächste Ziel ist Whakahoro National Park. Eigentlich bekommt man hier die Chance eine Gletscherwanderung „Tongariro Crossing“ zu machen, welche um diese Jahreszeit oft nicht zur Verfügung steht. Die Alternativplanung führt uns auf einer zwei Stunden Wanderung zu einem Wasserfall und danach ins Volcanic Center Museum. Die Wanderung zeigt Neuseeland von einer anderen Seite. Soweit das Auge reicht Büsche, Sträucher und Bäume in allen möglichen Farbvariationen – echt Spitzenklasse.
Unsere letzte Station ist Wellington. Wir besuchen das Museum „Te Papa“. Eine Sektion berichtet über die geologischen Kräfte von Vulkanen über Erdbeben bis hin zur Aufteilung der Erde in verschiedene Schichten. Das Gefühl eines Erdbebens erlebt man im „Erdbeben Haus“. Andere Sektionen informieren über Maorikultur, Vergangenheit und Maoritechniken (Schifffahrt, Kunst, Waffen) uvm. Das Museum ist riesig und ein kompletter Tag reicht nicht aus um alles zu sehen. Der botanische Garten, den man nach einer fünf minütigen Seilbahnfahrt erreicht, zeigt die Stadt Wellington und bietet gute Spaziermöglichkeiten.
Die Northern Highlights Tour hat uns sehr gut gefallen. Eine angenehme Gruppengröße, super Unterkünfte und 50% Verpflegung sowie traumhafte Stopps - sehr empfehlenswert!




Sehr gelungene Bilder. Fernweh ist wieder geweckt!
super bilder