Eine spannende Gletscherwanderung auf dem Franz Josef Glacier, Stewart Island und Wintereinbruch auf dem Weg nach Milford Sound.

Tag 101 - 119: Southern Highlights mit dem Stray-Bus

Waitaki District - zwischen Queenstown und Christchurch

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Reiseroute

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Franz Josef Glacier

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Franz Josef Glacier

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Franz Josef Glacier

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Franz Josef Glacier - hinter mir geht es weiter...

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Fox Glacier

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Tauparikaka

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Blue Pools

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Wanaka

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Steward Island

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Steward Island

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Fiordland National Park

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Te Anau - Lake Te Anau

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Lake Tekapo

Kurz bevor wir nach Christchurch kamen, gab es hier zwei Erdbeben (stärke: 7,1 und 6,5). Die Stadt wirkt leer. Ganze Straßen und viele Gebäude sind zerstört, mitgenommen oder gesperrt. Das neuseeländische Militär hilft. Wir spüren die Nachbeben - ein komisches Gefühl. Einen Tag später hüpfen wir in den Stray-Bus, unseren Weg könnt ihr auf der Karte verfolgen. Die erste Station ist Franz Josef. Hier buchen wir einen Tagestrip auf den Gletscher (150 NZD). Mit voller Montur: Wanderschuhen, Spikes, Regenhosen etc. brechen wir früh am Morgen auf. Es regnet, ist windig und es ist kalt. Nach einer Stunde erreichen wir das Eis. Wir ziehen die Spikes über die Wanderschuhe und betreten das Eis. Ein neues Gefühl auf dem Eis zu marschieren. Es schimmert strahlend blau oder kristallweiß und vor uns liegt eine neue Welt. Wir zwängen uns durch kleinste Eishöhlen und manchmal kommen wir nur hindurch, indem wir in die Hocke gehen oder auf allen Vieren krabbeln. Schmale Gänge, rechts und links meterhohe Eiswände - großartig. Wir legen 400 Höhenmeter auf dem Eis zurück. Ein „Muss“ für jeden der auf der Südinsel ist.

Wir verbringen eine Nacht in Makarora. Wer seine Ruhe haben will, findet sie hier. Es gibt nichts außer der Unterkunft in der wir übernachten. Vorbei am Fox Glacier, welcher ebenfalls zu einer Gletscherwanderung einlädt, stoppen wir auf dem Weg nach Queenstown am Strand Tauparikaka, an den Blue Pools und in Wanaka. Das Aufgebot an Bergen, Seen mit klarem, grün glitzerndem Wasser, Tieren und Pflanzen ist bunt und faszinierend. Vier Wochen in Neuseeland sind definitiv zu wenig, um all die Pracht zu genießen. Neuseeland ist nicht nur bezaubernd, wenn es um die Landschaft geht, man kann auch jede Menge Freizeitaktivitäten mit und ohne Nervenkitzel erleben. Hier ein paar Angebote von Queenstown, das mit 10.000 Einwohnern folgendes zu bieten hat: drei verschiedene Bungy Jumps, einen Canyon Swing, Wildwasserrafting, Wildwasser Sledging, Jetboating auf dem Shotover River, Kanu fahren, Fluß-Surfen, Klettern und Wandern auf den umliegenden Bergen, Paragliding, Hanggliding, Fallschirmspringen, Stuntflüge, Pferdereiten, Mountainbiking, Off-road- und Allradtouren, Ballonfliegen, Landschaftsflüge, Ski-und Snowboardfahren, eine Rodelbahn und Frisbee-Golf. Man kann ohne Probleme tausende von Dollar dafür hinlegen. Das Ganze kombiniert mit Partyleben jede Nacht.

Nach zwei Tagen Queenstown geht es weiter auf die Insel Steward Island. Südlich von Invercargill, in Bluff nehmen wir die Fähre (126 NZD). Eine Stunde Fahrt und Meter hohe Wellen lassen einige Gesichter blass werden. Es gleicht in der Tat einer Achterbahn. Die Wellen sind so hoch, dass sie über das Boot schlagen. Der erste hat sich schon übergeben, als mir auch mulmig wird. Froh wieder Land unter den Füßen zu haben, betreten wir Steward Island. Das Glück ist mit uns und beschert uns nach Tagen voller Regen einen Tag mit Sonnenschein. Wir nutzen das Wetter und wandern über die Insel. Sie ist steinig, hügelig, hat etliche Buchten mit klarem Wasser, große Strände und schöne Waldwege. Im Sommer ist sie ein Ort, an dem man eine Woche bleiben sollte, um den Badespaß und die Ruhe zu genießen.

Über Nacht hat es geschneit und am nächsten Morgen nehmen wir die Fähre zurück. Wir hüpfen in den Bus und fahren über Te Anau Richtung Milford Sound. Milford Sound ist ein Fjord, d.h. ein weit ins Festland reichender Meeresarm auf dem eine getrennte 2-4 Meter dicke Schicht Süßwasser liegt. Dies ist eine extrem gute Bedingung für Wildleben. Hier kann man Delfine, Robben und Pinguine sehen. Hier liegt das Mitre Peak, das höchsten See-Kliff der Welt mit 1.692 Metern und ein 630 Meter hoher Wasserfall. Genug geschwärmt, es sollte das Highlight auf der Südinsel werden und wir haben es nie erreicht, weil die Straße dorthin wegen Schneechaos gesperrt wurde. Traurig kehren wir nach Queenstown und drei Tage später nach Christchurch zurück. Ein guter Grund zurück zu kommen!

Wir verlassen Neuseeland und fliegen nach Hongkong.

Simon Hubert | Donnerstag, 23. September 2010 03:04 | Keine Kommentare »

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