El Pueblo de la Reina de Los Ángeles

Hollywood

Standard SUV Mietwagen

Dodge Mietwagen

Shrek auf dem Walk of Fame!

Walk of Fame

Straßen von L.A.

Venice Beach Schnappschuss

Venice Beach Sonnenuntergang

Long Beach

Eileen und Simon beim Getty Museum

Getty - ein Ausschnitt

Los Angeles vom Getty aus

Sony Pictures Studios
Mit 70 mph auf der Car Pool Lane Richtung Death Valley National Park. Die Sonne strahlt uns entgegen, der Himmel grellblau. Vor uns erheben sich Berge, langsam ändert sich die Vegetation. Wir machen die Fenster runter, atmen tief ein – ein wahnsinniges Gefühl von Freiheit. WOW!
Zurück lassen wir eine Woche Los Angeles. Gelandet sind wir am 31.05.2010 nach 12 Stunden Flug mit Air New Zealand No. 1. Unser Willkommensgeschenk: Die Arroganz und Unhöflichkeit der Grenzbeamten. Hier fühlt man sich sehr willkommen. Der erste Grenzbeamte machte wortlose Handbewegungen, man solle seine Handflächen und danach die Daumen auf den Scanner drücken - danach ernste Miene zum bösen Spiel in die Kamera. Jetzt brauchen Sie nur noch unsere persönlichen Daten mit den bereits abgerufen Daten von Paypal zu verknüpfen. Paypal Daten werden von Homeland Security eingefordert. Die Amis haben jetzt mit der Einreise fast so viele Daten von uns wie der deutsche Staat in 25 Jahren – da kommt Freude auf!
Unsere erste Unterkunft ist ein Hostel „Backbacker´s Paradise“. Sie versprechen einen Pick-Up-Service vom Flughafen. Nach 1,5 Stunden, drei Anrufen und der Bekanntschaft von 14 anderen Busfahren kommt der richtige Bus. Etwas zerknirscht steigen wir ein. Angekommen im Hostel können wir uns die scharfzüngige Begrüßung: Wir wären die 1,5-Stunden-Warter vom Flughafen nicht verkneifen. Kommentarlos bekommen wir statt den zwei anvisierten Plätzen in einem 20-Personen-Zimmer (20 Dorm) ein Doppelbettzimmer mit großem Fernseher (der Fernseher natürlich unnötig). Das Hostel hat einen Pool, W-LAN und einige andere kostenlose Services bei denen man sich Gedanken macht wie sich sowas rechnet.
Am nächsten Tag gehen wir unseren Mietwagen, einen KIA Sorento SUV (Sport Utility Vehicle) holen - und ab zum „Walk of Fame“. Eine Straße gepflastert mit 2411 Sternen. In den Sternen stehen die Namen der Hollywood Stars. Ein Symbol kennzeichnet die Art (Musik, Film…) des Talents.
Auf den Freeways in und um L.A. fühlt man sich des Öfteren als wäre man mitten in einer Verfolgungsjagd, wie man sie aus den Ami-Filmen kennt. Bei acht bis neun Spuren verirrt man sich auch schon mal. In der Tat haben wir es bis zum letzten Tag nicht geschafft, eine Strecke ohne das versehentliche Abbiegen an einer falschen Ausfahrt zu überstehen. Überholt wird nicht nur links, sondern überall. An Kreuzungen mit vier Einmündungen - an jeder ein Stop-Schild - müssen wir uns erst gewöhnen. Später merken wir, dass es hier nach dem „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“-Prinzip geht, welches bitte penibel eingehalten werden sollte.
Von unserem KIA Sorento (Standard SUV) waren wir von Beginn an begeistert. Die Begeisterung endete 5 Stunden später, als das Auto die Motorleuchte zeigte. Das hat man davon, wenn man ein nagelneues Auto mit 5 Meilen auswählt. Das Auto haben wir in einen anderen KIA Sorento umgetauscht. Da öffentliche Verkehrsmittel rar sind haben wir uns entschlossen, den Mietwagen bei Alamo zu verlängern. Dabei haben wir auf STA Travel zurückgegriffen, weil diese günstiger als die Mietwagenanbieter vor Ort und zusätzlich die Versicherungen allumfassend sind. Beim Tausch der Autos gab es dann eine riesige Diskussion, da uns ohne Nachzufragen ein Upgrade auf ein größeres Auto gebucht wurde und wir 200$ extra zahlen sollten. Nach einer zweistündigen Diskussion mit drei Angestellten und der Managerin hatten wir die Kosten auf 0,28 $ gesenkt. Achtet beim Autoanmieten immer darauf, dass nicht nur euer Mietwagen sondern auch der Schaden an Dritten (third-party liability) gedeckt ist und nehmt eine Vollkasko Versicherung mit reduzierter Haftung (Collision Damage Waiver) oder ähnliches.
Um gleich zu Beginn mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen: Man kann sich in den USA sehr wohl gesund ernähren, zum Beispiel bei „Greens Up“. Uns sind auch nicht übermäßig viele fettleibige Amis begegnet - OK - wir haben den fettesten Menschen in unserem ganzen Leben gesehen – das war es aber auch. Und wir hatten auch nicht das Gefühl, jede zweite Frau hätte sich einer Schönheitsoperation unterzogen. Wenn man weiß, wie die Supermärkte heißen (z.B. Albertsons) kann man dort Gemüse und Obst kaufen. Die Preise sind leider nicht wie erwartet. Die billigste Packung Schinken kostet 5$. Genauso kann man sich die anderen Preise vorstellen. In Amerika ist es billiger Fastfood zu essen als sich selbst etwas zu kaufen und zu kochen. Vielleicht ist das Land deshalb mit Fastfood-Ketten gepflastert. Wenn schon Fastfood, dann „The Counter“, hier kann man sich seinen Burger selbst zusammenstellen. Die Auswahl ist so groß, dass wir 30 Minuten für einen Burger brauchen. Gegessen hatten wir ihn in zwei Minuten.
Eine Tour durch Beverly-Hills erlaubt uns einen kurzen Blick in die Auffahrt zur Villa von Katie Holmes und Tom Cruise. Wie die Paparazzi schauen wir durch die Mega-Tore, welche die Anwesen der Superreichen verbergen. Von Jennifer Aniston über Paris Hilton bis zu Keanu Reeves ist hier jeder vertreten. Sehr „versnobt“ - doch glaubt nicht, alles wäre eine „heile Welt“. Bewegt man sich vom Strand mehr ins Innere der 4 Millionen Stadt, bekriegen sich hier noch immer Gangs (Blau gegen Rot). Gespräche mit Einheimischen ergaben, dass noch nicht mal diese sich in Viertel wie z.B. Compton begeben und stattdessen einen großen Bogen darum machen.
Trotzdem ist Amerika scheinbar immer noch das Land der Möglichkeiten. In einem Starbucks frage ich eine Äthiopierin was ihr hier so gut gefällt. Die verblüffend simple Antwort: Sie könne hier warm duschen und müsse keine Schöpfkelle mit kalten Wasser benutzen. Übrigens gibt es im Starbucks 2h Internet for free, wenn man sich als „Stew Pidasshole“ mit seinen persönlichen Daten angemeldet hat. Und lossurfen! Stew wohnt übrigens im Backbacker´s Paradise, wenn ihr ihn mal besuchen wollt.
Die nächsten Tage cruisen wir auf dem Pacific-Coast-Highway zu wunderbaren Stränden wie: Venice Beach, Santa Monica Beach, Zuma Beach, Long Beach und vielen mehr. Santa Monica wurde zu unserem Lieblingsstadtteil. Nicht nur der Strand sondern auch die Shopping-Mile mit Street-Dancern und anderen Straßenkünstlern haben uns fasziniert. Ein Besuch im Kino zeigt, die Amis sind emotionaler als wir. Hier wird im Kino noch richtig laut gelacht, wenn etwas lustig ist!
„It´s …WOW! Am I in heaven?“ kommentierte einmal ein Besucher sein Erlebnis im Getty Museum. Das Getty ist in den Bergen von Santa Monica. Hier kann man ganz L.A. von oben sehen und sich seine Zeit mit Kunst (50.000 Ausstellungsstücke) vertreiben. Der Eintritt ist, wie in allen Museen in Amerika, kostenlos. Die Parkgebühr beträgt im Getty 15$. Wer schlau ist kommt Samstags um 5 Uhr - dann ist das Parken kostenlos - und bleibt bis 21 Uhr, es lohnt sich auf jeden Fall.
Im Sony Pictures Studio in Hollywood besuchen wir eine interessante Führung über die Entstehung von Filmen. Beispielsweise wird die Sprache aufgezeichnet und implementiert und der Film mit Geräuschen unterlegt. Eine Plastikflasche, die man in der Hand dreht und drückt hört sich wie Feuer oder das Laufen auf Kies an. Eine Plastiktüte, die geschüttelt wird, simuliert Regen oder Wellen. Der Zuschauer verknüpft das Plastikflaschengeräusch dann automatisch mit dem Bild von Feuer. In riesigen Hallen werden ganze Häuser gebaut, die für Filme und Serien benötigt werden und das Gelände sieht selbst wie eine Stadt aus. Eileen wird ausgewählt und muss eine kurze Filmszene spielen - sehr lustig!
Hollywood-Stars sind wir leider keine geworden und die Bravo könnt ihr wie gehabt beim Einkauf links liegen lassen.
Los Angeles hat so viel zu bieten, dass auch wir nur einen kleinen Einblick erhalten haben, schaut euch die Stadt auf jeden Fall an. Uns hat es sehr gut gefallen.
Was erwartet euch als nächstes?
Wie hält man sich bei 43°C im Tal der Toten auf ohne zu dehydrieren?
Wie surft man ohne Wellen und Meer auf einer Couch?
Las Vegas - eine Sackgasse!




Hallo mein Sohn, Ihr habt schon so viel Interessantes gesehen und erlebt. Freuen uns schon sehr auf weitere Erlebnisse und hoffentlich viele Interviews von Menschen, denen Ihr begegnet. Schade, dass wir morgen zur Arbeit bzw. zur Schule müssen, sonst würden wir jetzt unsere Pässe suchen. Alles Liebe, viel Spaß und schöne Grüße an Deine Reisegefährtin.
Mama und Jasmin
Yeah! Macht sehr neidisch! Freu mich auf mehr!
Grüße vom Fussballsofa!
Schöner, langer Bericht!
Da bekommt man auch Lust zu reisen. Aber die nächsten Semesterferien kommen bestimmt.
Ich denk an euch. :-*@ Eileen
Hallo,
das mit dem Essen zubereiten ist hier auch nicht anders. 1/2 h Vorbereitung, 2 Minuten - alles weg - das erlebe ich täglich. Aber 1/2 h für die Auswahl, nicht schlecht.
Danke auch für die anderen Tipps für Backpacker.
Die Hinweisen auf den nächsten Blog machen Lust auf mehr. Super!
Macht es gut!
Hallo Simon,
ich freue mich für dich, eine so tolle Reise machen zu können und verfolge mit Spannung euere weitere Berichte. Ich wünsche Dir und Deiner Reisebegleitung eine schöne Zeit mit wunderbaren Erlebnissen. Deine Bilde lassen wieder schöne Erinnerungen an meine Urlaubszeit im Mai d.J. aufkommen.
Liebe Grüße Gisela
Hi Ihr Beiden, wenn ich das so sehe und lese, dann bekomme ich doch noch Lust auf Amerika mit all seinen Möglichkeiten.
Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und schrieb weiter so, macht spass zu lesen.
P.
Supper Bilder ich hab nicht gedacht das die Amis so schöne Strände haben
Nimm den Mietwagen mit nach Deutschland ;-)
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