Beach, Beer und Barbecue oder doch Strand, Früchte und Umu/Hangi

Te Rua Manga (1)

Te Rua Manga (2)

Muri Beach

Umu (1)

Umu (2)

Umu (3)

Umu (4)

Umu (5)

Aroa Beach

Aitutaki

Sonnenfinsternis Aitutaki

Maungapu

Island Lagoon Cruise (1)

Island Lagoon Cruise (2)

Island Lagoon Cruise (3)

Island Lagoon Cruise (4)

Island Lagoon Cruise (5)

Island Lagoon Cruise (6)

Island Lagoon Cruise (7)
Nach neun Stunden Flug landen wir auf Rarotonga. Mit 9.000 Einwohnern ist dies die größte Insel der Cook Islands. Begrüßt werden wir von einem Mann, der mitten im Gepäckband steht und Gitarre spielt und dazu singt. Die Gepäckstücke kreisen zur neuseeländischen Melodie, die die Einheimischen dort selbst nicht kennen. Ein herzliches Willkommen um 6 Uhr morgens. Adrienne von Tiare Village, einem Backbacker Hostel, wartet schon auf uns. Für 20 NZD ist es mitunter die billigste Unterkunft auf Rarotonga.
Wir machen einen „Cross Island Walk“ von der Nordseite zur Südseite der Insel. Sechs Kilometer zum 413 Meter Hohen „Te Rua Manga“, durch den dichten Inselbusch. Von oben haben wir einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Insel. Begleitet werden wir von Ginney und Tyrell aus Neuseeland und dem multikulturellen David aus England/Spanien/USA. Nach fünf Stunden und 30 Moskitostichen mehr, springen wir auf der Südseite in das kristallklare Wasser.
Rarotonga hat mehr oder weniger eine 32 Kilometer lange Hauptstraße, die einmal um die Insel führt. Es gibt zwei Busse. Ein Bus fährt mit dem Uhrzeiger und einer gegen den Uhrzeiger. Unser Fortbewegungsmittel für die erste Woche ist ein gemieteter Roller (137 NZD/Woche man sollte jedoch nicht mehr als 90 NZD zahlen). Fahren darf nur, wer auch einen Cook Island Führerschein hat. Den gibt es für 20 NZD auf der Polizeistation. Obwohl wir einfach hätten Trampen können, was David täglich erfolgreich gemacht hat und bei uns am Ende auch super funktionierte. Das einzig sinnvolle WIFI-Internetangebot gibt es direkt bei der Telekom, keine Zeit sondern Megabyte-Begrenzung (50MB für 15 NZD).
In den darauffolgenden Tagen gehen wir Schnorcheln am Muri Beach, in der Avaavaroa Passage und am Aroa Beach. Muri Beach hat vier vorgelagerte kleine Inseln zu denen man laufen oder schwimmen kann. Das Wasser ist ca. einen Meter tief. In der Avaavaroa Passage sollte man nur bei Ebbe schwimmen gehen und nur wenn sich das Wasser Richtung Flut dreht, d.h. die Strömung zur Insel hin geht. Die Strömung ist ziemlich stark und zieht einen sonst aufs Meer hinaus. Der mit Abstand beste Schnorchelstrand ist Aroa Beach, direkt vor dem Rarotongan Beach Resort. Hier watet man zwei Meter ins Wasser und ist umzingelt von unzähligen Fischschwärmen.
Eines Tages - ein Kulturschock. Ich laufe gerade mit einer vollgepackten Supermarkttüte an der Straße entlang, da hält eine Frau namens Teau (bedeutet „Frieden“ in Maori) an und fragt mich, ob sie mich mitnehmen kann. Ich muss wohl „wie ein Auto“ geschaut haben, erzählt sie Tage später. Sie nimmt mich mit und stellt mich ihrem Mann Tere (bedeutet „Schnell“ in Maori) vor. Ich werde für den nachfolgenden Tag morgens 6 Uhr zum Umu „Essen-unter-der-Erde“ kochen eingeladen. Ich habe zwar keine Ahnung was das ist, aber es hört sich interessant an.
Nächster Tag, 6 Uhr morgens. Niemand da…
Und tatsächlich um 6:30 Uhr erscheint Tere. Tere und ich gehen mit anderen Einheimischen (nur Männer, deshalb fehlt Eileen hier auch) „Essen-unter-der-Erde“ kochen. Steine werden über einem großen Feuer vier Stunden erhitzt. Danach wird die Feuerstelle gesäubert und die heißen Steine kommen alleine wieder in die Feuerstelle und es kommt Fleisch, Gemüse und Kartoffeln auf die Steine. Das ganze wird mit nassen Tüchern abgedeckt und danach mit Erde zugeschüttet. Und siehe da, nach vier Stunden ist das Essen fertig. Essen für über 200 Personen – unbeschreiblich gut – vor allem erdig im Geschmack. Später holen wir Eileen ab und helfen das Essen (in Maori „Umu“ in Englisch „Hangi“) für ein Fund-Raising Projekt abzupacken.
Wir essen uns durch den Garten von Tere und Teau und kosten Früchte wie Avocado, Bananen, Bohnen, Custard Apples, Kakaobohnen, Kokosnüsse, Kokosmilch, Mandarinen, Mango, Pampelmusen, Papaya, Passions- und Sternfrüchte.
In den nächsten Tagen lernen wir weitere Reisende und Langzeitgäste (Ilka und ihre Tochter Moana) kennen und gehen Kajak fahren. Abends geht es auf die Island Night, eine Nacht in der Einheimische ihre Tänze aufführen. Leider werde ich ausgewählt und muss auf der Bühne tanzen. Man bin ich glücklich, dass der Akku von Eileens Kamera leer war, sonst hätte ich mich nach dieser Blamage noch selbst anschauen müssen.
Teau und Tere raten uns zu einem Trip zur nördlich gelegenen Insel Aitutaki. Nach einem Preischeck kaufen wir uns die Flugtickets für 250 NZD und los geht’s. Für Inlandsflüge innerhalb der Cook Islands braucht man keine Ausweise und Gepäckkontrollen gibt es auch keine. Ohne Unterkunft kommen wir auf Aitutaki an. Unserem ratlosen Blick verdankend, spricht uns sofort ein Einheimischer an, ob wir noch eine Unterkunft suchen. Nach drei Minuten kommt er wieder und hat alles organisiert. Das ist die Cook-Kultur! Nach zehn Minuten kommt unser Pick-Up und es geht zum familienbetriebenen Amuri Guesthouse (35 NZD/Nacht inkl. Frühstück). Wir sehen uns einen Aussichtspunkt „Maungapu“ 124 Meter hoch an und fahren um die Insel. Die Insel ist etwas kleiner und viel flacher als Rarotonga und hat wesentlich weniger Einwohner (2.000). Aitutaki wurde jüngst von einem Zyklon heimgesucht, viele Häuser und die gesamte Jahresernte wurden zerstört. Getötet wurde wie durch ein Wunder niemand. Momentan sind die Einheimischen damit beschäftigt ihr Krankenhaus, die TV-Sendestation und ihre Häuser wieder aufzubauen.
Glück hatten wir auch eine 90% Sonnenfinsternis mitzuerleben. Morgens um 7:15 Uhr beginnt der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Um 8:40 Uhr sieht der Himmel aus, wie auf dem Bild zu sehen - sehr beeindruckend und vor allem grell. Die nächste totale Sonnenfinsternis lässt nicht lange auf sich warten, am 20.03.2015 in Island, Europa, Nord Afrika und Nord Asien.
Das absolute Highlight ist der „Five Island Lagoon Cruise“ bei der wir die Inseln: Akaiami, Moturakau, One Foot, Honeymoon und Maina Islands sehen und an unterschiedlichen Spots schnorcheln gehen. Abwechselnde Meereskulturen und eine wahnsinniges Aufgebot an unterschiedlichen Fischen, Muscheln und Korallen. Die Lagune ist ein Paradies. Hier konkurriert türkisenes, kristallklares Wasser, grünes und babyblaues Wasser und eine Insel ist atemberaubender als die nächste.
Eines Tages - Eileens Kulturschock. Ihre Tramp-Bekanntschaft Mij erzählt der ganzen Insel, Eileen hätte gerade ihren Sohn geheiratet! Bevor sie selbst es erfahren hat, hat sie sich nur gefragt, warum alle Einheimischen die sie trifft ihr gratulieren.
Die Cook Islands werden relativ wenig bereist und sind deshalb noch ruhig und erholsam. Die Einheimischen behandeln einen als „Ehrengast“ und wir hatten manchmal das Gefühl, die einzigen Touristen auf dieser Insel zu sein. Die Insel ist eine einzige Community, wie sie es selbst nennen. Wir würden soweit gehen und sagen es ist eine große Familie. Es gibt verschiedene Stämme und Tattoos kennzeichnen Ahnenstammbäume oder Familienzeichen. Teau, Tere, Ilka und Moana verabschieden uns am Flughafen. Traurig verlassen wir die Cooks und fliegen nach Sydney!




Hallo, das ist ja ein toller Einblick in diese Inselwelt. Wie ist denn der Wechselkurs zum Euro bei 35 NZD(/Nacht inkl. Frühstück) und was bedeutet NZW (NeuZeelandDrachmen)? Eure Bilder sind ganz fantastisch und die Berichte so zeitnah, da hat man das Gefühl mit auf der Reise zu sein. Weiterhin eine schöne Zeit, auch wenn es nun in den "Australischen Winter" geht.
Wunderschön!
Tolle Photos!!
Warum seid ihr nie auf den bildern zu sehn? ;) ich will mehr von euch/dir :)
Hallo Gerd,
NZD heißt NeuSeeland-Dollar. Als wir auf den Cook Inseln waren hatten wir einen Wechselkurs von ca. 1 EUR = 1,8 NZD. D.h. die Übernachtung hat uns ca. 20 EUR/pro Person gekostet.
Der Winter in Australien ist in der Tat kalt und verregnet.
Machs gut und danke für die Fragen!
Hallo, das sind wunderbare Bilder, bin begeistert von soviel schöner Natur. Freue mich, dass Ihr das Erleben könnt. Macht weiter so und schreibt bald weiter.
Hallo Simon,
alles Gute zum Geburtstag und feier schön! :)
Bin gespannt darauf, was du erzählst, wenn du wieder zurück bist.
Bis dahin genieße deine Weltreise.
Liebe Grüße,
Alex
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