Wie wir erfolgREICH waren in Las Vegas.

Strip - New York New York und MGM

Strip - New York New York

Strip

Strip - Hollywood

Fontänenshow Bellagio

Strip - The Mirage

Rio Show

Rio Kasinoinnenraum

Strip - Treasure Island Show (1)

Strip - Treasure Island Show (2)
Langsam verändert sich die Landschaft. Das Braun der Wüste verschwindet und es tauchen erste bewässerte Grünflächen auf. Blinkende Lichter säumen die Straßen und die ersten Kasinos werben mit greller Schrift. An einer Tankstelle grinst mich der Typ an der Kasse an und fragt, ob ich das erste Mal hier bin. Wahrscheinlich sieht man mir das sofort an meinem Gesichtsausdruck an. Ein anderer, der in seinen Cowboyklamotten vor dem Spielautomat etwas verloren aussieht, begrüßt mich mit „Welcome to Sin-City“. Die Stadt der Sünden - Vegas. Der absolute Kulturschock überfällt uns. Wir waren nun tagelang in der Natur unterwegs und plötzlich stehen wir mitten in dieser künstlich angelegten, kranken Stadt, die unmengen Wasser verbraucht.
Trotzdem packt mich diese Stadt sofort. Es ist schwer zu beschreiben und wahrscheinlich ist es gerade dieser Kontrast, der mich in ihren Bann zieht. Las Vegas ist die am schnellsten wachsende Stadt der Vereinigten Staaten. Sie liegt im Bundesstadt Nevada. Der Profit der ganzen Spielsüchtigen wirkt sich gut auf die wirtschaftliche Entwicklung von Nevada aus. In der Tat müssen Einwohner von Nevada keine Steuern zahlen, weil dies die Kasinos übernehmen. Vegas hat eine hohe Kriminalitätsrate. Prostituierte stehen hier im eher prüden Amerika nicht auf dem „Strip“, wie der Vegas Boulevard genannt wird, man(n) bekommt aber an jeder Ecke Flyer angeboten, sogar eine Menükarte, auf der Frauen als Vor- und Nachspeisen angepriesen werden.
Wir fahren den Vegas Boulevard entlang – wenigstens unsere dicke Karre passt hier hin. Vorbei an den großen Kasinos, wie das Bellagio, New York New York, Paris, The Venician, MGM Grand, Wynn und Encore, Planet Hollywood, Caesars Palace, The Mirage, Treasure Island, Rio, Tropica, Excalibur, Flamingos, Ballys, Sahara, Luxor und wie sie alle heißen.
Die Nacht wird zum Tag. Permanent wird Sauerstoff in die Spielhallen der Kasinos gepumpt – der Körper bleibt fit.
Wir besuchen mehrere kostenlose Shows, wie die Fontänenshow, die regelmäßig vor dem Bellagio stattfindet oder die Piratenshow vor Treasure Island. Hier versinkt am Ende, begleitet von einem Feuerwerk, eins der Schiffe komplett im Wasser.
In einem Club im höchsten Stockwerk des Rios kann man ganz Vegas überblicken, nachdem man in einem Glasaufzug an der Außenseite des Gebäudes nach oben gefahren ist.
Wie sich das gehört, zocken wir auch. Für den Anfang haben wir unser Glück im Roulette probiert und relativ bald unseren Einsatz verloren. So schnell wie unsere Kohle auf den Stapel des Kasinos wandert, können wir die Freigetränke gar nicht runterkippen. Wir wechseln den Tisch. Das Spiel „Wheel of Fortune“ wird zu unserem Lieblingsglücksspiel.
Unsere Glückssträhne dauert an. Wir können unseren Einsatz und einen 300%igen Gewinn erspielen. Reich sind wir trotzdem nicht geworden. Dazu war der Einsatz zu gering. Aber der Erfolg macht süchtig. Simon und ich müssen uns immer gegenseitig vom Spielen abhalten – diese Taktik jedenfalls hat geholfen.
Es kann jedoch auch anders gehen. Ron, der Mann, der den Tisch bedient, erzählt, dass der Typ vor uns 1000$ auf eine Zahl gesetzt und verloren hat und anschließend nochmal 2000$ auf die gleiche Zahl – wieder verloren. Das alles innerhalb von zwei Minuten.
Wir unterhalten uns mit Amber. Sie arbeitet schon über zehn Jahre im Wynn. Laut ihrer und Rons Aussage, der ebenfalls schon eine Ewigkeit im Kasino arbeitet, kann man als Vollzeitkraft gut verdienen. Rons Kinder sind beide am studieren. Mailing dagegen, auch eine Angestellte im Wynn, verrät, dass sie nur Halbtags angestellt ist. Endet ihre Schicht im Wynn muss sie sich beeilen, um nicht zu ihrer nächsten Schicht im MGM zu spät zu kommen. Sie arbeitet Tag und Nacht und selbst mit zwei Teilzeit-Jobs, verdient sie zu wenig als allein erziehende Mutter mit zwei Kindern.
Vegas scheint unreal. Eine glitzernde und blinkende Fassade, vor welcher versucht wird, alles was dahinter liegt, zu verbergen.
Posted by Eileen




Die Glitzerwelt macht schon nachdenklich. Finde ich sehr gut, dass ihr auch dafür Augen und Ohren habt - nach all der Schönheit der großartigen Natur.
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