Eine Busfahrt, die ist lustig…

Tag 16 - 17: Naturwunder Grand Canyon

Hoover Damm

Tag 16 - 17: Naturwunder Grand Canyon

Grand Canyon (1)

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Grand Canyon (2)

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Grand Canyon (3)

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Grand Canyon (4)

Tag 16 - 17: Naturwunder Grand Canyon

Wildleben am Grand Canyon

Die Fahrt zum Grand Canyon war ein wirkliches Erlebnis. Unsere spontane, beziehungsweise verpeilte Planung hatte zur Folge, dass wir wie erwartet keine Unterkunft im oder in der Nähe des Grand Canyons gefunden hatten. Alles ausgebucht. Die Lodges im Grand Canyon hätten wir uns mit unserem Backpackerbudget sowieso nicht leisten können. Die günstigste Unterkunft wäre bei 90 $ pro Person gelegen. Die Alternative dazu war unser Auto - wenn da nicht die Camping-Permission gewesen wäre, die man sich hätte Jahre vorher besorgen müssen… Also blieb uns nur die Möglichkeit von Las Vegas aus zu starten. Da die Fahrt insgesamt 12 Stunden dauert und wir ein gutes Angebot für eine Tour bekamen, beschlossen wir uns einer absoluten Touri-Gruppe anzuschließen. Ein Argument war, dass wir dann ja in Ruhe im Bus schlafen können. Tja, es kam dann etwas anders…

Die Tour startete um 6 Uhr morgens in Form einer echten Massenabfertigungsveranstaltung. Alle Personen der 6 Reisebusse erhielten gleichzeitig eine Einführung, während weitere Upgrades angepriesen wurden - erfolgreich! Auch wir haben uns zusätzlich einen viel zu teuren 3D-Film andrehen lassen, der - davon abgesehen - zwar auf einer riesigen Leinwand gezeigt wurde, aber alles andere als 3D war. Interessant war er trotzdem und man gönnt sich ja sonst nichts. In der Zwischenzeit war eine ältere Dame fast umgekippt - umkippen wäre einfach nicht möglich gewesen, da sie zwischen zu vielen Menschen eingeklemmt war. Ihr wurde Luft zugefächert und als sie in den Bus befördert wurde, habe ich mich ernsthaft gefragt, wie sie die 12 Stunden Fahrt durch die Wüste überstehen soll und ob ich hier nicht wirklich komplett bei der falschen Veranstaltung bin…

Endlich im Bus wollten Simon und ich nur noch schlafen. Wir hatten am Abend zuvor - wie sich das gehört - zunächst unseren Einsatz verspielt und waren die nächsten Stunden damit beschäftigt gewesen weiteres Geld zu verlieren um unseren Einsatz zurückzugewinnen, es wurde also etwas später als geplant. Doch da hatten wir unseren Busfahrer Frank noch nicht kennengelernt, was sich schnell änderte. Im Laufe der Busfahrt sollten wir jedes kleinste Detail aus Franks Leben erfahren. Normalerweise stellt sich der Fahrer ja schon vor, aber konzentriert sich dann aufs Fahren, nicht so Frank, der war ein echtes Talent. Er konnte beides! Niemand schlief, da Frank am laufenden Band quatschte und in was für einem Tempo - und falls es uns doch gelang ein Auge zuzumachen kam ein extralautes „here we gooooo!“ unterlegt mit komischen Grunzgeräuschen und wir waren wieder hellwach, er hatte schon einen Schaden! Frank hatte wahrscheinlich nicht von dem gratis Frühstück in Form von Teig mit Zucker und Zuckerguss und extra Zucker probiert, dass mir immer noch die Zähne verklebte und das Sprechen für einige Zeit unmöglich machte… Nicht nur mir – allgemein war es eher ruhig im Bus, dafür war Frank umso lauter.

Der Weg führte uns am bekannten Hoover-Staudamm vorbei, wo eine kurze Fotopause gemacht wurde. Dies brachte mich vor ein echtes Problem, da eine amerikanische Familie mit mindestens drei Kindern oder mehr, alle vollschlank, ein Foto wollte, auf dem alle plus Staudamm abgebildet sind. Irgendwann konnte ich nicht weiter zurückgehen und alles was drauf war, waren die dicken Kinder ohne Staudamm.

Endlich an der Südseite des Grand Canyons angekommen, versuchten Simon und ich so schnell wie möglich die anderen Touris hinter uns zu lassen. Frank hatte uns noch liebevoll gebeten, wir sollten ihn anrufen, falls wir die Felsen runterstürzen und Bescheid geben, dass wir nicht mehr kommen. Der Sturz meinte er, sei lange genug und sonst müssten alle im Bus immer so lange warten!

Die Südseite – South Rim – des Grand Canyons ist nicht die Seite, auf der man den bekannten Skywalk machen kann. Das ist nur am North Rim möglich. Trotz der vielen Menschen, die den Grand Canyon besuchen, haben wir einen Weg gefunden, auf dem wir relativ alleine unterwegs waren. Er verlief direkt am Abgrund entlang und führte langsam in das Tal. Der Ausblick ist unbeschreiblich, es ist mir auch nicht möglich diesen Blick mit irgendetwas anderem zu vergleichen. Leider hatten wir nur 1,5 Stunden Zeit. Zu gerne hätte ich Frank gesagt, dass wir erst mit der morgigen Tour nach Vegas zurück fahren und im Canyon übernachten.

Auf dem Weg zurück sind wir einige Meilen auf der Route 66 gefahren und – klassisch – in einen Mc Donalds gegangen.

Der Grand Canyon jedenfalls war dies alles und viel mehr Wert!

Posted by Eileen

Simon Hubert | Montag, 19. Juli 2010 14:31 | 3 Kommentare »

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Kommentare

3 Antworten zu “Tag 16 - 17: Naturwunder Grand Canyon”

  1. Carola Sobbe schrieb am Donnerstag, dem 22. Juli 2010 um 14:12

    Super lustiger Blog. Habe mich schlapp gelacht.
    Weiter so, ihr Beide.

    Schade, dass ihr nur so kurze Zeit zur Verfügung hattet.

  2. A. Kloos schrieb am Freitag, dem 30. Juli 2010 um 15:03

    Dermaßen grandiose Photos...

  3. AvisWILCOX28 schrieb am Freitag, dem 8. April 2011 um 21:59

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