Town 1770 und ein himmlischer Segelturn auf dem Besenstiel

Whitehaven Beach

Whitehaven Beach

Broomstick

Broomstick

Whitehaven Lookout

Whitehaven Lookout

Whitehaven Lookout

Whitehaven Lookout

Sonnenuntergang auf dem Segelschiff

Seeadler
Am 24. Mai 1770 legte Kapitän James Cook im heutigen Town 1770 an. Dies war seine zweite Anlegestelle nach Botany Bay. Sein Schiff hatte eine Länge von 32 mal 9 Metern und wog 374 Tonnen. Kapitän Cook hatte 81 Tonnen Wasser, 9,64 Tonnen Brot, 5.460 Liter Bier, 4.000 Stücke Rindfleisch und 1,13 Tonnen Rosinen an Bord. Als erstes schoss er sich einen Vogel namens Bustard, der wohl ziemlich gut geschmeckt haben muss. Kurze Zeit später benannte er nach dem Vogel die Bucht Bustard Bay. Town 1770 war der Geburtsort des Staates Queensland - so genug Geschichtliches. Wir sind nach 1770 gekommen um einen Trip nach Lady Musgrave zu unternehmen. Dies soll eine der besten Stellen sein, um im Great Barrier Reef schnorcheln zu gehen. Leider wird unser Trip abgesagt, weil es durchgehend regnet. Aus Zeitgründen verlassen wir 1770 und begeben uns nach Airlie Beach, wo wir auf die Whitsunday Islands wollen. Einen Tag später legen wir ab. Das Wetter wird nach der 12 Stunden Busfahrt gen Norden deutlich besser. Die Sonne strahlt mit ihrer australischen Härte und der Himmel glänzt in einem tiefen klaren blau. Der Wellengang ist kontinuierlich und verschwindend gering. Leider ist auch nicht wirklich guter Wind zum Segeln, aber unser Schiff Broomstick (Besenstiel) hat auch einen Motor. Wir bekommen eine Besenstieleinführung. Am besten ist die Passage in der erläutert wird, wie man wieder aufs Schiff kommt, wenn man bei Stillstand des Schiffs ins Wasser fällt. Wir sollen nach hinten schwimmen und hochklettern oder uns in das Rettungsboot ziehen und danach aufs Boot klettern. Sollte dies beides nicht funktionieren, kann uns sowieso nicht mehr geholfen werden, weil wir alleine überlebensunfähig sind, was der Skipper „natural selection“ (natürliche Auslese) nannte.
Mit dem Besenstiel geht es zum Whitehaven Beach. In der Dunkelheit legen wir an und verbringen unsere erste Nacht in der Bucht. Wir spielen Karten und es wird getrunken. Bei dem Kartenspiel „Ring of Fire“ hat jede Karte eine andere Bedeutung. Bei manchen Karten darf man sich etwas wünschen, weswegen wir ein paar Minuten später auch mit Taucheranzügen dasitzen. Die Crew des Schiffes besteht aus drei Personen. 14 Australier, vier Franzosen, zwei Holländer, zwei Deutsche, ein Spanier und wir zählen zu den unerfahren Seeleuten. Die beste Mischung, die man sich vorstellen kann. Besonders glücklich sind wir über die 14 Australier aus Tasmanien, endlich eine große Portion Einheimischer.
Morgens chillen wir am Whitehaven Beach. Ein wunderschöner langer Strand mit weißem Sand. Das Wasser ist glasklar und man sieht Fische und Rochen vom Strand aus. Wir borden und es geht weiter in Richtung Norden. Vom Whitehaven Lookout hat man eine fesselnde Aussicht auf den schönsten Teil der Whitsunday Islands. Wir genießen die Aussicht, bevor es zurück aufs Schiff geht. In der Lunchon Bucht gehen wir im Great Barrier Reef schnorcheln. Ein paar zu viele Quallen und die Sicht im Wasser ist etwas getrübt, trotzdem sehen wir viele Fische und Korallen. Dann geht es weiter in die Loves Cove Bucht. Hier bleiben wir die zweite Nacht und morgens gehen wir wieder schnorcheln. Aufgrund der Quallen hat sich die Menge der Schnorchelnden drastisch reduziert. Wir gehen trotzdem – no risk no fun. Während der Fahrt sehen wir Wale und einen großen Adler, der sich direkt vor uns ins Wasser stürzt und sich etwas zu essen holt. Traurig verlassen wir das Segelschiff, es war ein tolles Erlebnis und hätte gerne länger andauern können.




Hey, der Blog ist richtig gut. Sehr informativ und doch witzig Sehr kurzweilig zu lesen. Besonders die Segelpassage.
Weiter so.