Carlo Sandblow und Fraser Island

Carlo Sandblow

Rainbow Beach Strand

Lake Wabby

Strand, Strasse, Landebahn Fraser Island

Gelaendewagen im Wasser

Maheno Schiffswrack bei Flut

Flugzeuglandung auf Fraser Island

Allrad Gelaendewagen und Flugzeug

Champagne Pools total ueberlaufen und mit zu wenig Wasser

Aussicht Indian Head

Wale bei Indian Head

Lake Allom

Lake Birrabeen
In Rainbow Beach schlafen wir im Dingo Backpackers (24 AUD/Nacht). Wir finden einen wunderschönen zwei Kilometer langen Strand mit unterschiedlich gefärbten Kliffen vor, woher der Name Rainbow Beach stammt. Das Highlight in Rainbow Beach, die 120 Meter hohe Sanddüne „Carlo Sandblow“, welche man nach einem 600 Meter Track erreicht. Von hier beobachten wir mit anderen Reisenden den Sonnenuntergang und das Meer - phantastisch. Unsere nächste Station ist Hervey Bay. Mit dem Hostel NOMADS werden wir an einer guided self-drive Tour auf Fraser Island teilnehmen. Drei Tage, zwei Nächte mit einer Gruppe und einem Allrad-Geländewagen und Zelten erobern wir die größte Sandinsel der Welt. Normalerweise sind es Gruppen in der Größenordnung von acht Personen. Leider entpuppt sich das Ganze zur größten Tour, die jemals übergesetzt ist. Sage und schreibe 44 Personen und sieben Geländewagen!
Man nehme über hunderttausende von Jahre abgetragenen Sand, lasse ihn vor die Ostküste Australiens wehen und ewige Zeiten ablagern, bis eine Insel in der Größenordnung von 120km mal 15km entsteht. Sanddünnen von 200m Höhe entstehen. Man Forme zehn Seen mit Regenwasser und einen perfekten Regenwald, der zum Landinneren hin, dichter und wesentlich höhere Bäume beherbergt. Ein paar Frischwasserströme die zum Meer hinfließen gepaart mit Wildleben, et voila: Das Weltnaturerbe Fraser Island!
Unsere Straße ist der Strand (auch Fluglandebahn). Nach einem 40 Minuten Track erreichen wir Lake Wabby, den tiefsten See Fraser Islands, welcher sich am Ende der Hammerstone Sandblow befindet. Von der Sanddünne aus, mit reinstem und sehr feinem Sand, springen wir in das eiskalte Wasser. Durch die ständige Bewegung des Sands, die Insel selbst ist am Leben, wird es Lake Wabby wohl in zehn Jahren nicht mehr geben. Wenige Kilometer weiter passieren wir das, durch einen Wirbelsturm angewehte Schiffswrack Maheno, welches im Zweiten Weltkrieg als Hospitalschiff genutzt wurde. Unser erster Tag endet auf dem Zeltplatz K´Gari (so nennen die Aborigines Fraser Island). Auf dem Weg zum Zeltplatz müssen wir durch tiefes Wasser. Die Geländewagen rutschen die Düne ins ca. 1,5 Meter Tiefe Wasser. Unser seit dem 1. Juli gesetzlich vorgeschriebener Reiseleiter Tom fährt mit uns zuerst durchs Wasser, er hat eine relativ gute Strecke gewählt. Nach sechs Toten in den letzten neun Monaten hat die Regierung per Gesetz Begleitpersonen auf der Insel und andere Sicherheitsvorkehrungen an den Geländewagen angeordnet. Wir verlassen das Auto und beobachten die Nachrücker. Das nächste Auto kracht in das Fluss-Meerwasser-Gemisch. Tom wedelt mit beiden Armen und schreit, dass sie langsamer fahren sollen und schon verschwindet das Auto im Wasser. Der Fahrer, ein total glücklicher Engländer, da die Handbewegung von Tom in England „awesome, awesome“ (spitze, super) heißt, drückt noch ein bisschen mehr aufs Gas. Glücklich erreicht die Gruppe die andere Seite. So kommt es zu kulturellbedingten Verständigungsproblemen. Von der nächsten Gruppe gibt es ein Video, wie sie Tom auf der anderen Seite filmen, während sie durchs Wasser fahren und rätseln, was wohl diese Handbewegung zu bedeuten hat. Mit riesigem Spektakel erreichen alle Wagen die andere Seite. Auf dem Zeltplatz angekommen wird gegrillt und wir sitzen in einer großen Runde ums offene Lagerfeuer.
Der nächste Tag führt uns auf den Aussichtspunkt „Indian Head“, von dort können wir den kilometerlangen Strand sowie Schildkröten und Wale sehen. Die Champagne Pools, eine Anordnung von verschieden großen Wasserpools in einem Riff, ist leider fast ausgetrocknet, bei Flut geht man hier schwimmen wie in einem Schwimmbecken. Im Eli Creek Frischwasserlauf kann man durchs Wasser waten und wir fahren durch den Regenwald im Landinneren zum Lake Allom, wo wir viele kleine Schildkröten sehen. Auf dem Weg passieren wir Bäume mit einem Durchmesser von 215cm.
Der letzte Tag führt uns zum Lake Birrabeen, meinem Süßwassersee-Favoriten. Hier verändert sich die Sandfarbe zu weißem Sand und der See hat glasklares Wasser. Traumhaft mitten im Regenwald plötzlich ein See mit Trinkwasser! Die Fähre bringt uns zurück nach Harvey Bay. Leider verliert eine Gruppe auf den letzten fünf Metern ihre Bargeldhinterlegung, weil sie die Höhe des Geländewagens unterschätzen und ein Teil des Dachs vom Hostel mitnehmen.




beneidenswert!
einfach nur traumhaft schön
Du schreibst super toll. Ich könnte stundenlang weiterlesen. Und diese Bilder!!!
Wahnsinn. Macht weiter so. Liebe Grüße
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