Baggy Pants. Wer sie zu Gesicht bekommt, muss erst mal an Jay-Z, 50 Cent und den Rest der Dicke-Hosen-Kollegen denken. Genau wie ich, wenn ich einen Blick in die Trend-Schmuckschatulle des neuen Jahres werfe. Was mir da entgegenblitzt, nennt sich „Statement Jewelry“ und ist definitiv mehr Pimp als zartes Indiegeschöpf.
Eins vorweg: Wir Ladies lieben Ringe. Natürlich. Schließlich schaffen unsere Finger Platz für zehn potenzielle Lieblingsstücke. Nennt mir nur ein (für die Allgemeinheit unverhülltes) Körperteil, dass dieses Kunststück auch hinbekommt. Gibt’s nicht? Eben. Bleiben wir also bei den Fingern – und das, was ab sofort drangesteckt werden soll. Die Modeblogger-Szene will es hart und groß. Deshalb gibt es kein Teil, das mehr Orgasmen verursacht als der überdimensionale Arty Ring von Yves Saint Laurent. Die Baggy des Jewelry-Trends! Mindestens. Er knallt sich klobig und monströs über zarte Mädchenfinger. Ein einfach geschliffener bunter Edelstein, eine riesige skulpturartige Gold-Fassung. Aber hat so viel Bling-Bling wirklich noch Style?
Scheint so. Auf jeden Fall verkörpert er das, was die Designer meinen, wenn sie „Bohéme” und „Glamour” als Stichworte für die Frühlingsmonate in den Raum schleudern. Ein bisschen Vintage, ein bisschen Riesenego-Luxus. Übersetzt heißt das dann wohl: Der Stil von Alexa Chung paart sich mit dem von Kanye West. Und die beiden haben’s ja schließlich auch geschafft. Neben der ganzen Dekadenz-Sache ist so ein Statement-Jewelry-Exemplar übrigens ziemlich praktisch: Wer braucht schon Shopping-Ellenbogen oder Pfefferspray, wenn der persönliche Rammbock immer am Finger hängt?
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Mehr Ringe gibt's zum Beispiel hier:
YSL Arty Oval Ring, ca. € 150.–, gesehen bei www.net-a-porter.com
Turquoise and Jade Ring With a Flower, ca. € 60.–, gesehen bei www.etsy.com





