„Wow, so viele Fans. Ich bin beeindruckt… “

Konzert-Review: Dub FX

(Halle02, Heidelberg, 6.8.2010)

Dub FX, mit bürgerlichem Namen auch als Benjamin Stanford bekannt, stammt aus Melbourne, Australien. Seit Jahren ist Dub FX als Straßenkünstler unterwegs. Wirkliche Bekanntheit erlangte er aber durch das Internet: YouTube hat ihn 2009 endgültig berühmt gemacht: annähernd 5 Millionen Klicks kann er mit seinem Song „Love Someone“ (Link) vorweisen. Am Donnerstag, den 05.08.2010 machte er nun Halt in der Halle02 in Heidelberg.

Der Andrang ist groß in der Halle02: ein lange Schlange schon vor dem Eingang, die ungeduldig darauf wartet endlich einzutreten, mit voller Vorfreude darauf, was auf sie zukommen würde. Die Halle ist gefüllt mit Menschen, kein freier Platz mehr zu finden. Musik, die einen in Freude und Zufriedenheit verbindet. Tanzende Massen, die am Anfang noch durch einen DJ (Monophonic. Seines Zeichens auch Moderator des MEIER Podcast) angeheizt werden: das übliche Gedränge und Geschubse bleibt aus, alle tanzen und genießen die erste Phase der Show.

Endlich geht es los: die Vorband betritt die Bühne. Mr. Woodnote und Cade heißen die Künstler. Sie begleiten Dub FX auf seiner Reise nach Ruhm und Anerkennung, auf der Suche nach ehrlicher Straßenmusik. Geniale Dubstep Musik, mit Saxophon und einem sehr wortgewandten Sprechgesangler. Die Menge bebt, die Musik ist laut: hunderte zufriedene und glückliche, leicht verschwitzte Gesichter. Eine unvergleichliche Atmosphäre.

Don't Stop The Beat ist das Motto des Abend: Es ist 23:30 Uhr und endlich kommt der Hauptact, auf den alle gewartet hatten. Dub FX, in Begleitung mit seiner musikalischen Partnerin und Verlobten Flower Fairyt. Kennengelernt haben sich die Beiden in Manchester. Seitdem ist sie seine Begleiterin, in den Videos sieht man sie als CD-Fee, die während der Auftritte an der Seite steht und die Alben von Dub FX verkauft. Doch hat sie auch bei vielen Songs mitgewirkt. Diese Frau hat eine Ausstrahlung, da verblasst die Sonne. Zusammen kommen sie auf die Bühne und eröffnen die Show mit einer Energie, die endgültig jeden mitreisst.

„Wow, so viele Fans. Ich bin beeindruckt… “

Die Musik von Dub FX ist nicht klar definierbar. Sie enthält Elemente von Hip Hop, Trip Hop, Drum'n'Bass, Dub Step, Reggae, Jungle; in keine Schublade drängbar, tanzbar, einzigartig. Seine Songs bauen sich auf Loops auf, die er vorallem mit seiner Stimme erzeugt: mal Beat Box, mal Bass. Verfremdet durch zahlreiche Effekte, Echos schwirren durch den Raum, erzeugen einen einzigartigen Groove. Und darüber steht Stanfords Stimme, treibt die Songs & Improvisationen zu neuen Höhepunkten. Bis zum Schluss ist die Atmosphäre in der Halle 02 atemberaubend, laut, einzigartig. Dub FX schafft mit seiner Musik etwas, was nicht viele Künstler schaffen. Stimmung auf höchstem Niveau. Um zwei Uhr morgens ist das Konzert vorbei, als letztes noch eine ungewöhnliche Zugabe: eine Coverversion von Ghostbusters, begleitet von Saxophonmeister Mr. Woodnote.

Auch nach dem Konzert sind die Menschen nicht müde, sie sind immer noch am Tanzen, am Singen, am Nicken und haben einen Ausdruck im Gesicht, der unbeschreiblich ist. Dub FX scheint es zu schaffen, nicht nur als Strassenmusiker zu begeistern, sondern auch in Hallen mit Hunderten von Menschen eine einzigartige Stimmung zu erzeugen. Und er schafft es auf eine ganz einfache, bescheidene Art und Weise. Dub FX ist eine Ausnahme, die man unbedingt live gesehen haben muss:
faszinierend und einzigartig. Und an diesem Abend ein voller Erfolg.

www.dubfx.net
www.youtube.com/watch?v=UiInBOVHpO8 (sein populärsetes Video)

Text & Foto: Selin. Für Popklub.de und meier-online.de
Mehr Pop im Klub gibt's auf popklub.de - das Inide-Popzine aus Mannheim.

 

| Freitag, 06. August 2010 20:01 | 1 Kommentar »

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Kommentare

1 Antwort zu “Konzert-Review: Dub FX”

  1. Mike T schrieb am Mittwoch, dem 11. August 2010 um 16:04

    Ja- war ein echt geniales Konzert. Die Vorband war nur zu lange und der Sound bisschen arg basslastig.

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