Erfolgsrezept aus Heidelberg

Der Hund muss ins Netz

„Juhu! Ich habe alles richtig angekreuzt.“ Das sagen jedenfalls viele, die an der Umfrage von MEIER-ONLINE nach der Bundestagswahl teilgenommen haben. Ein Großteil findet aber: „Oh je! Hätte ich doch besser gewählt, um Schwarz-Gelb zu verhindern.“ Tja. Zu spät. Ängie bleibt, Guido kommt, Schwarz-Gelb hat gewonnen. Doch woran hat’s wirklich gelegen? Und wieso war ausgerechnet Gelb (die Effdeppee) so erfolgreich? Lag es am Haargel von Westerwelle? An seinen Fremdsprachenkenntnissen?

Nein. Alles ganz anders. Wer Erfolg will, braucht einen Hund. Und der Hund muss ins Netz. Der Heidelberger FDP-Bundestagsabgeordnete Dirk Niebel hat’s vorgemacht. Mit Hermann. So heißt der Golden Retriever der Familie Niebel. Und Hermann hat natürlich eine eigene Internetseite.

Nur: Wieso braucht Hermann eine Internetseite? Welche politische „Botschaft“ steckt dahinter? Antwort: Scheiß auf die Botschaft. Das sieht einfach dufte aus. Und, jaja, der is’ ja soooooo süüüüüüüüüüß … Also der Hermann, nicht der Niebel.

Die Botschaft könnte lauten: Besserverdienende Hunde wählen die Liberalen. Auf Hermanns Homepage sieht man ein Foto von Hermann, wie er eine schicke Sonnenbrille trägt. Was soll der Wähler davon halten: Jawohl, Wohlstand für alle, auch für Hunde??? Und, na klar, mehr Netto vom Brutto, wuff???

Auch brisante Details aus Hermanns Hundeleben kommen ans Tageslicht. Zum Beispiel: Niebels Hund mag’s nicht gerne von hinten. Unter dem Stichwort „Abneigungen“ steht: „Von-hinten-anpusten. Uuaaahhh!“ Ja, wie? Ein bisschen pusten – und die FDP heult schon, oder was?

Bleiben also noch Fragen offen: Kann man Hermann denn wenigstens von vorne anpusten? Wird Hermann Außenminister? Oder der Hund „aller Deutschen“? Kann Hermann Englisch? Wer hat mehr Internetkompetenz – die Piratenpartei oder Niebels Hund? Und: Schafft sich jetzt auch Steinmeier einen Golden Retriever an? Oder einen Kanarienvogel? Einen Affen? Ein Lama? Und wenn ja, welche Hobbys könnte das Tier dann haben? Herrchen morgens die Zeitung bringen, Akten lesen, FDP-Hunde von hinten anpusten?

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Kommentare

3 Antworten zu “Der Hund muss ins Netz”

  1. Simone schrieb am Samstag, dem 3. Oktober 2009 um 10:10

    Der Hund war's.. da hätten wir ja die Lösung für diese komische Tigerentenregierung. Wenn wir da mal nicht auf den Hund kommen..

  2. Dimitri Taube schrieb am Montag, dem 26. Oktober 2009 um 08:31

    Tja, und jetz isser sogar Bundesminister!

  3. Dimitri Taube schrieb am Montag, dem 26. Oktober 2009 um 08:35

    Also der Niebel, nicht der Hermann. Wobei's umgekehrt sicher auch nicht schlecht gewesen wäre. Gut, kommt vielleicht noch.


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